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5 gute Gründe für Ayurveda in Deutschland

By 26. November 2016 Deutschland, Mind, Popular Posts, Unterwegs, Wohlfühlen
Ayurveda in Deutschland - Lieblingsflecken - Ayurveda Parkschlösschen

Bringt Ayurveda in Deutschland eigentlich etwas? Gibt es „echtes“ Panchakarma auch in Deutschland? Bringt das was? Und ist es nicht besser, eine Ayurveda Kur dort zu erleben, wo sie herkommt, nämlich in Indien oder auf Sri Lanka?

Ich habe den Test gemacht und durfte Ayurveda in Deutschland im wundervollen Ayurveda Parkschlösschen schnuppern.

Gibt es authentisches Ayurveda in Deutschland? Und wenn ja, wo?

Lange habe ich geglaubt, dass eine Panchakarma Kur am besten in Indien oder auf Sri Lanka stattfinden sollte. An beiden Orten habe ich sie gemacht und jedesmal bin ich absolut zufrieden zurück gekehrt. Allerdings hatte ich zu beiden Gelegenheiten etwas sehr wertvolles im Gepäck, nämlich Zeit!

1. Der Zeitfaktor

In Indien kam ich erst an, nachdem ich mich bereits 5 Tage in Singapur klimatisiert hatte. Nach der Kur hatte ich immer noch Zeit und habe die Reise im wunderschönen Luang Prabang in Laos ausklingen lassen.

Vor der Ayurveda-Kur auf Sri Lanka im letzten Jahr bin ich zuvor für eine Woche über die wunderschöne Insel gereist. Im Anschluss fehlte die Zeit und ja, diesmal hätte ich sie gebraucht, denn kurz vor der Abreise bekam ich einen fiesen Hautausschlag im Gesicht, den ich lieber vor Ort zusammen mit meiner Ayurveda-Ärztin auskuriert hätte. Zum ersten Mal dachte ich: ja, es wäre gut gewesen, jetzt noch einen Zeitpuffer zu haben – oder aber keinen Langstreckenflug mehr vor mir zu haben.

2. Nachhaltig entgiften

Meine Ayurveda Expertin Monika Leonhard aus Niederhöchstadt bei Frankfurt kennt sich seit Jahrzehnten bestens aus mit der „Wissenschaft vom Leben“. Lange Jahre ist sie nach Indien gereist und hat dort im größten Ayurveda-Zentrum Indiens, dem Atmasantulana- Village bei ihrem Lehrer Dr. Shri Balaji També gekurt und gelernt.

Inzwischen bleibt sie in Deutschland. Warum?

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Ayurveda – nur ein neuer Trend?

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Klar, mit Ayurveda kann man auch abnehmen. Doch die 5.000 Jahre alte Wissenschaft aus Indien ist so viel mehr als nur ein neuer Diät-Trend.

Die Mutter der Medizin

Das Wissen über die ayurvedische Medizin soll der Legende nach von himmlischen Heilern an meditierende Asketen aus dem Himalaya weitergegeben worden sein. Das Alter der ersten schriftliche Aufzeichnungen wird auf 5.000 – 3.000 Jahre v. Chr. geschätzt. Ayurveda ist wohl die älteste Gesundheitslehre der Welt.

Ayur-veda: Die Weisheit vom langen und gesunden Leben

Ayus = Leben 

Veda = Weisheit 

„Die Mutter der Medizin“ hat das Ziel, Gleichgewicht in Körper und Geist sicher zu stellen. Die Weisen von damals haben scharf beobachtet und herausgefunden, dass der Mensch nur dann gesund bleibt, wenn er sich in Balance befindet. Wir nennen das heute, in der inneren Mitte sein. Die passende Diät im Sinne von Ernährungsweise ist dabei nur ein Teil.

Diät vom Leben

Die meisten Menschen leben heute leider ein Leben auf der Überholspur und scheren sich erst um ihre Gesundheit, wenn sie erste Anzeichen von Krankheit bemerken.

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Die Doshas und ihre Elemente

Die Elemente und die Doshas

Im Ayurveda gibt es drei Doshas oder Konstitutionstypen.

  • Vata 
  • Pitta 
  • Kapha

Die drei Doshas sind den Naturelementen Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde zugeordnet.

Vata – Raum & Luft

Menschen mit Vata-Dosha sind entsprechend „bewegt“  und luftig in Geist und Körper. Sie sind häufig sehr kreativ und haben tausend Ideen, mit der Umsetzung hapert es allerdings oft. Ihr Körperbau ist oft zierlich und dünn, ihr Appetit unregelmäßig, ebenso die Verdauung. Vatas können das Essen komplett vergessen und erinnern sich erst daran, wenn sie sich schlapp fühlen vor Hunger.

Vata-Typen sind schnell von Dingen begeistert und gehen mit voller Kraft ans Werk, verlieren jedoch unterwegs die nötige Energie. Sie sollten ganz besonders auf einen geregelten Tagesablauf und regelmäßige Mahlzeiten achten. (Was ihnen schwer fällt, ich weiß, wovon ich rede. 😉 )

Vata-Störungen äußern sich durch innere Unruhe, Nervosität, Sorgen, Angespanntheit und Rastlosigkeit. Im Körper zeigt sich eine Vata-Störung zum Beispiel durch knackende Gelenke, sehr trockene oder schuppige Haut, Gewichtsverlust oder Kältegefühl.

Pitta – Feuer & ein bisschen Wasser

Pitta-Typen haben eine Menge Feuer in sich, sind willensstark und gehen strukturiert zu Werk. Ihr Verdauungsfeuer, auf Sanskrit „Agni„, lodert förmlich ununterbrochen. Sie sind die klassischen Allesverwerter und werden ungemütlich, wenn sie Hunger haben. Eine Diät in puncto Essen müssen diese meistens sehr sportlich aktiven Zeitgenossen so gut wie nie halten. Ihnen würde Entschleunigung gut tun.

Ihr Körperbau ist häufig athletisch und ihre Willenskraft ausgeprägt. Pittas haben selten das Bedürfnis, Pausen einzulegen weil ihr Energielevel hoch ist.

Pitta-Störungen äußern sich in aggressivem, aufbrausendem, ungeduldigem Verhalten und Hitze im Körper. Pitta-Störungen können zu Hautausschlag, Schuppenflechte und Entzündungen führen. Sie sind anfällig für Burn-Out, da sie sich über ihre Grenzen hinaus fordern.

Kapha – Erde und Wasser

Ein Kapha Mensch genießt gern, liebt das Essen und wäre als Tier vermutlich Balu der Bär aus dem Dschungelbuch.

Kapha-Menschen wirken meistens anziehend auf andere, denn sie strahlen Ruhe und Geborgenheit aus und besitzen eine sinnliche Ausstrahlung. Ihr Haar ist meistens voll und/oder gewellt und ihr Körperbau kann, muss aber nicht kompakt sein.

Kapha-Typen verfügen über ein eher schwaches Verdauungsfeuer. Weil sie trotzdem gern essen, kann Übergewicht die Folge sein. Das stört einen Kapha jedoch nicht: er geniesst lieber als Diät zu halten und nimmt ein paar Pfunde zuviel in Kauf.

Kapha-Menschen besitzen die nötige Ruhe und Ausdauer, um auch Routineaufgaben mit Freude zu erledigen.

Kapha-Störungen zeigen sich in Antriebslosigkeit bis hin zur Lethargie, Überessen und zuviel Schlaf. Körperlich kommt es bei Kapha-Störungen zu Schleimbildung, die sich z.B. in einer Erkältung oder Nebenhöhlenentzündung äußern kann. Schleimbildende Nahrung wie Milchprodukte oder auch Bananen sollten beispielsweise reduziert werden.

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Vaza-Dosha: Wind und Raum

Prakriti – die Urkonstitution

Laut dem Ayurveda kommt jeder Mensch mit einer Ur-Konstitution auf die Welt. Auf Sanskrit heißt sie Prakriti und bleibt ein Leben lang.

Wenn die Doshas ins Ungleichgewicht geraten

Weil alles in der Natur sich ständig verändert, verändern sich auch die Gewichtungen der Doshas je nach  Lebensphase und Lebensstil. Das ist ok.

Schwierig wird es, wenn es zu Störungen kommt und der Mensch das innere Gleichgewicht dauerhaft verliert. Die Störung heisst auf Sanskrit „Vikuti„. Übersetzt bedeutet es, das, was man ausgleichen möchte. Vikuti verursacht nach der Wissenschaft des Ayurveda alle Krankheiten.

Vikuti – die Störung

In unserer heutigen Zeit geraten bei den meisten Menschen das Vata- und Pitta-Dosha ins Ungleichgewicht. Beide sind in der Regel mehr oder weniger stark erhöht. Unser von dem Streben nach immer „höher, schneller, weiter“ geprägten Zeitgeist trägt daran seinen Anteil.

Die Folgen sind empfundener Zeitmangel und daraus resultierender Stress, einhergehend mit schlechter Ernährung, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, dem Gefühl der Überforderung und im schlimmsten Fall sogar Burn-Out und depressiven Tendenzen.

Welcher Konstitutionstyp bin ich? 

Meistens finden sich Mischtypen aus zwei Doshas, seltener ist der Tridosha-Typ, bei dem alle drei Doshas gleichermaßen ausgeprägt sind.

Zur ersten Orientierung gibt es einige Online-Tests, die eine eingehende Untersuchung bei einem  ausgebildeten Ayurveda-Arzt jedoch nicht ersetzen können. Insbesondere die Zungen- und Pulsdiagnose spielen eine ausschlaggebende Rolle.

Panchakarma – die Reinigungskur im Ayurveda

Die meisten Menschen suchen einen Arzt erst dann auf, wenn sie bereits krank sind. Die ayurvedische Reinigungskurmehr dazu in meinem Artikel über Panchakarma  – nutzt Ölmassagen, Einläufe, Spülungen, Bewegung wie Yoga, Meditation und vor allem die richtige Ernährung, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und Krankheiten zu heilen und vorzubeugen. Je nach Störung werden die Anwendungen individuell angepasst.

Ayurveda Sri Lanka Surya Lanka

Wenn schon Pillen, dann wenigstens natürlich. Kräuterschrank im Surya Lanka auf Sri Lanka

Eigenverantwortung statt Pillen schlucken

Ayurveda pocht von jeher auf die Verantwortung für das eigene Leben: Jeder ist seiner eigenen Gesundheit Schmied und hat die Aufgabe, pfleglich umzugehen mit diesem Körper, den wir für die Zeit auf dieser Erde geschenkt bekommen haben.

Ayurveda ist keine Pille, die man mal eben einwirft sondern Prävention, für die es Eigeninitiative braucht. Klingt schwierig? Ist es nicht.

Verbote? Nicht im Ayurveda!

Ein Glas Wein im Kreis von Freunden? Appetit auf Fleisch? Der Kuchen am Nachmittag? Alles gut, so lange das, was für die eigene Konstitution empfohlen wird, an allen anderen Tagen im Jahr mehr oder weniger eingehalten wird. Im Ayurveda gibt es keine Verbote und Hunger schon gar nicht.

Im Vordergrund steht – im Gegensatz zu einer Diät – immer die Lebensfreude und keine dogmatischen Regeln, die nach kurzer Zeit niemand mehr einhalten mag.

In der Küche im Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach stand dieser Spruch von Hippokrates an der Wand:

Let good food be your medicine.

 

Ist Ayurveda nun eine Diät?

Ayurveda ist aus meiner Sicht zwar eine Ernährungsform, jedoch ganz sicher keine mit Entbehrungen verbundene Diät. Im Gegenteil macht es Spaß zu spüren, was die individuell richtige Nahrung mit einem macht. Das Tolle: Ayurveda kommt ganz ohne dogmatische Regeln aus und keiner muss Hungern. Wir sind, was wir essen.

Wer eine Ayurveda Kur machen möchte, hinterlässt mir einfach unten seine Fragen. Gerne erzähle ich Euch von meinen Erfahrungen aus Indien, Sri Lanka und Deutschland.

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Iss, was Dir gut tut!

 

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Packliste Ayurveda-Kur Sri Lanka: was muss mit?

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Die Entscheidung für eine Ayurveda Kur ist getroffen, der Flug und das Hotel sind gebucht und eingelesen habt ihr Euch auch. Aber dann die bange Frage: was nehme ich denn da eigentlich mit? Welche Garderobe passt, was sollte sonst noch in den Koffer?

Weniger ist mehr!

Aus eigener Indien- und Sri Lanka Ayurveda-Erfahrung kann ich schon einmal vorweg nehmen: wenig, bitte! Ja, meine Damen, glaubt mir, ihr braucht dort wirklich nicht viel. Warum nicht? Weil ihr den ganzen Tag und manchmal auch in der Nacht mit sehr viel Öl an euren Körpern und Köpfen und sonstigen Orten, an denen sich Öl ansammeln kann, zubringt. Schöne, hochwertige Sachen sind da also eher fehl am Platze.

In erster Linie läuft man sowieso in seinem Sarong durch die Gegend. In der letzten Kur auf Sri Lanka gab es davon zwei zur Auswahl: einen habe ich für vor und nach den Massagen angezogen und den anderen für Frühstück, Mittag- oder Abendessen, wenn ich vorher das Öl abduschen durfte. Vor Ort hätte ich auch weitere dieser praktischen Sarongs für kleines Geld erstehen können. Das habe ich nicht gemacht, jedoch sind sie als Geschenke in meinen Koffer gewandert.

Die Ayurveda-Kur Pack-Liste – für eine Kur in Indien oder Sri Lanka am Meer:

  1. Ein Koffer reicht, und zwar ein kleiner. 🙂
  2. Generell leichte Sommerkleidung einpacken; lange Hosen machen am Abend Sinn, denn es gibt meistens und je nach Jahreszeit ein paar Mücken.
  3. Cappie oder Hut gegen die Sonne
  4. Sonnenbrille!
  5. Flip Flops – mehr braucht ihr nicht für den Aufenthalt im Resort. Inzwischen gibt es die ja auch in recht schön. Solltet ihr Ausflüge machen wollen, empfehlen sich bequeme Sneakers oder andere geschlossene Schuhe, in denen ihr gut gehen könnt. Während einer Kur unternehmt ihr keine Marathontouren, im Zweifel geht es auch in Flip Flops.
  6. Badesachen: wenn es Pool und/oder Meer gibt – na klar! 🙂 An manchen Tagen werdet ihr vermutlich nicht baden gehen dürfen, doch das wird Euch vor Ort gesagt.
  7. Bücher: vor Ort gibt es immer eine gut sortierte Bibliothek. Ich würde mir das Gewicht sparen. Ein Buch für den Flug reicht. Es sei denn, ihr möchtet Fachliteratur lesen, die müsst ihr einpacken. Kindle oder ipad sind natürlich auch eine Variante.
  8. Laptop: vorher erkundigen, ob es W-Lan gibt. Doch da ihr ja zur Ruhe kommen wollt, empfehle ich, wenn ihr nicht gerade Blogger seid, ihn gleich ganz zu Hause zu lassen.
  9. Adapter: vorher im Hotel fragen, ob sie welche vor Ort haben. Meistens ist das der Fall. Wenn nein: ihr braucht einen für Steckdosen: Typ D / G.
  10. Sonnenschutz: mitnehmen. Ich nehme immer Schutzfaktor 30.
  11. Duschzeug & Co., Antimückenspray: in der Regel bekommt ihr das alles entweder kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt vor Ort im Hotel – und dann auch gleich nach den Maßstäben des Ayurveda, also ohne chemische Zusatzstoffe.
  12. Medikamente: wenn ihr welche einnehmen müsst, nehmt sie natürlich mit. Die Ärzte vor Ort werden Euch danach fragen. Ich persönlich bin ohne „Reiseapotheke für den Notfall“ gereist und habe mich  auf die Kompetenz der Ayurveda-Ärzte verlassen. Das hat gut geklappt, soll aber nicht heißen, dass Du das auch so machen musst!
  13. Für den Flug: Schal und eine Jacke (z.B. aus Fleece), dicke Socken und ich persönlich reise immer mit kniehohen Stützstrümpfen. Gibt es am Flughafen in verschiedenen Größen und schicker Hautfarbe oder in schwarz.

Vor dem Flug: dran denken, Euch das Essen zu bestellen, das ihr möchtet! Vor einer Kur empfiehlt es sich, gleich mit vegetarischer Kost zu starten. Auf dem Flug mit Srilankan Airlines war das sogar richtig lecker. Weiterer Vorteil: ihr bekommt das Essen meistens als einer der Ersten.

Noch Fragen oder persönliche Tipps? Meldet Euch per Kommentar, ich freu mich über Anregungen und beantworte Eure Fragen gerne!

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Die Gretchenfrage: Detox oder nicht Detox?

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Es wird viel diskutiert über den Sinn oder Unsinn von Detox. Vor 3 Wochen bin ich aus der Ayurveda Kur auf Sri Lanka nach Hause gekommen – mit einem fiesen Hautausschlag im Gesicht. Eine Folge des Entgiftungsprozesses, sagte meine Ayurveda Ärztin und fand das alles nicht sonderlich dramatisch.

Was war passiert? Ich halte meinen Lebensstil nicht per se für ungesund, im Gegenteil glaube ich, dass ich tatsächlich recht bewusst durchs Leben schreite. Ich bin kein Asket und will auch keiner werden, doch dieses Ereignis hat mich nachdenklich gemacht und ich frage mich: was ist dran am Mythos Detox?

Der Lebensstil ist ausschlaggebend

Unser Lebensstil, so ist es nun einmal, hat eine merkwürdige Eigendynamik entwickelt, die uns eher immer weiter weg zu tragen scheint von dem, was gut für uns wäre. Wir haben wenig Zeit, essen oft schnell und „irgend etwas“, das gerade in Reichweite ist, ohne uns darum zu kümmern, was wir da in unseren Körper hinein mampfen. Wir fühlen uns gestresst mit all den Aufgaben, holen uns runter mit dem Glas Wein am Abend, mit der Zigarette zum Kaffee, treiben zum Ausgleich und für das Gewissen exzessiv Sport und schlafen meist zu wenig, weil wir ja alles unter einen Hut kriegen wollen. Dass das auf Dauer nicht sonderlich gesund sein kann, dürfte beim bewussten Lesen dieser Zeilen ziemlich klar werden, ganz zu schweigen von den kleineren oder größeren Wehwehchen, die sich möglicherweise bereits eingestellt haben. Finger hoch: Wer schläft regelmäßig tief und fest seine 7 bis 8 Stunden? Wer leidet an ständig verspannter Nackenmuskulatur oder Schmerzen im unteren Rücken? Wer „braucht“ sein Gläschen Wein am Abend, weil es zum Genuss dazu gehört – und außerdem so wunderbar entspannt? Ach, so ein Zigarettchen am Abend, das ist doch ok. Klar, ist alles ok, die Frage ist eine andere: wer sitzt im Sattel des Lebens? Der allmächtige Alltag – oder Du? Read More

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Um das gleich vorweg zu nehmen: diese 14 Tage Panchakarma würde ich jederzeit wieder machen. Die Zeit auf Sri Lanka und im Surya Lanka hat sich als nicht immer einfach gestaltet, doch das Ergebnis ist der Hit: ich fühle mich unglaublich energiegeladen, frisch und, ja, einfach gesund und „in der Mitte“.

Die erste Woche hatte ich als hart beschrieben. Weil ich mich temporär in Verzicht üben durfte und er mir schwer fiel. Ich habe abgeführt (Virechana), mich mit Snehanam darauf vorbereitet und vier Stirngüsse, die Shirodharas, bekommen. Das ist dann auch irgendwann mal genug. Ich habe eine Nasenspülung (Nasyam) hinter mich gebracht und meine offenen Augen in warmem Ghee gebadetet. Zwischendurch gab es jede Menge Öl-Massagen mit speziell abgestimmten Ölen von sicherlich mehr als 6 Paar unterschiedlichen Händen, die mich geknetet und gestreichelt und abgeklopft haben. Ich lag im Schwitzkasten, wie wir das Steam Bath nannten, und habe mir die Giftstoffe heraus geschwitzt. Das alles waren Teile des Hauptteils der Kur und ich freute mich auf eine easy going Woche. Doch es kam anders.

Ayurveda Sri Lanka Surya Lanka

Kühe im Garten!

Vasti – eine Erfahrung der anderen Art

Zuerst möchte ich noch ein paar Worte über Vasti verlieren. Diese Anwendung stand in der 2. Wochen auf dem Plan und ist meines Erachtens erwähnenswert.

Vasti ist die Reinigung des Dickdarms. Ich sage mal, dass ein rektaler Einlauf mit warmen Ghee nicht unbedingt jedermanns/frau Sache ist und zumindest als gewöhnungsbedürftig eingestuft werden darf. Vasti wird angewendet, um Vata auszuleiten. Als Vata-Pitta-Typ durfte ich viermal vorbeischauen und mir Vasti abholen. Read More

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Panchakarma ist kein Ponyhof! Fazit nach der 1. Woche im Surya Lanka

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Panchakarma ist kein Ponyhof. Der Körper ist willig, doch der Geist ist schwach…

Die letzte Woche war hart. Am Mittwoch dachte ich, dies sei der bisherige Tiefpunkt meiner 2-wöchigen Panchakarma Kur auf Sri Lanka. Ein latentes Hungergefühl nagte an mir, außer heißem und warmem Wasser durfte ich nichts als dünne Reissuppe zu mir nehmen. Es war der Tag des Abführens – aus dem Dünndarm. Doch dann kam der Donnerstag, und der war noch schlimmer. Wieder kein Frühstück, nur Kräutertee und Suppe, diesmal Gemüsebrühe. Dabei sind es weniger die Anwendungen an sich als der Verzicht, in dem ich mich üben muss. Ist das schön? Bedingt, aber schließlich will ich es so. Dachte ich jedenfalls.

Panchakarma ist kein Ponyhof

Relaxed mit Tee – und Öl in den Haaren…

Kein Alkohol, keine Zigaretten, so gut wie kein Fleisch

Jeder, der sich für eine klassische Panchakarma Kur entscheidet, sollte sich vorher genau erkundigen, was ihn erwartet. Es handelt sich definitiv nicht um einen easy peasy Wellness-Urlaub mit ein paar leckeren Massagen und gutem Essen.

Neben dem Verzicht auf Zigaretten, Alkohol, Kaffee, Fleisch und Fisch gehört auch eine Portion Selbstdisziplin dazu. Wer sich auf Panchakarma einlässt, sollte ein Ziel verfolgen und bereit sein, dafür eine Zeit lang Abstriche zu machen. Und das in seinem Urlaub.

Panchakarma ist kein Ponyhof

Ruhen nach der Inhalation. Öl im Haar, klar!

Virechana – der Gipfel der Reinheit

Virechana ist die Dünndarmreinigung. Klingt lecker? Ist sie auch. Virechana gehört zu den 5 Haupthandlungen einer Panchakarma Kur. Pancha = 5 und Karma = Handlungen.

Die Vorbereitung auf die Reinigung des Dünndarms heißt Snehanam, dauert 2-4 Tage un geht so: morgens um 07:15 Uhr wird ein kleines Glas flüssiges Ghee (geklärte Butter) oder Öl, gefolgt von warmem Wasser, geleert. Diese innere Ölung bewirkt eine erste Reinigung der Därme. Wie es ist? Völlig ok und es fühlt sich gut an, zu beginnen.

Reissuppe – dick & dünn

Übel wird es erst, wenn die Einschränkungen beginnen. Das fiese an Virechana ist nämlich nicht die Sache an sich, sondern die Vor- und Nachbereitung. Am Tag selbst wird über den Vormittag verteilt 2-3 Mal Abführmittel getrunken, eine Mischung aus Kräutern, von der ich nicht sagen kann, was genau enthalten ist. Sie schmeckt ziemlich eklig und hat ihre Wirkung getan. Nach Einnahme sollte ich langsam im Garten spazieren gehen, das fördere den Prozess. Um 10:30 Uhr und 11:30 Uhr gibt es einen Teller dünne Reissuppe, die den Abführprozess zusätzlich unterstütze. Gegen Mittag ist dann buchstäblich auch schon alles durch. Abends gibt es eine dicke Reissupe, mit Einlage, und warmes Wasser. Sonst nischte.

Panchakarma ist kein Ponyhof

Mein Essen am Virechana-Tag: Warmes Wasser und Reissuppe

How is your energy?

Ich habe mich die ganze Zeit energiegeladen gefühlt, vielleicht lag es daran, dass ich neugierig darauf war, wie es denn nun sein würde. Außerdem fand ich es gut, meinen Dünndarm zu reinigen, es war das erste Mal für ihn und mich. Die einzige Herausforderung: ich hatte Hunger. Am Abend zuvor gab es „nur“ eine Bohnensuppe und mein Magen verlangte den ganzen Virechana-Tag lang nach mehr. Mir ist klar, dass das natürlich viel mehr ein mentales als ein körperliches Thema für mich war. Ich habe mich am Riemen gerissen, doch die Aussicht darauf, auch am nächsten Tag nur Gemüsesuppe essen zu dürfen, machte mich nicht glücklich. Wirklich einfach gar nicht.

Jetzt sollte das Leben doch bitte schön einfach ayurvedisch normal weiter gehen. Und das tat es eben nicht.

Panchakarma ist kein Ponyhof

Frühstück – wenn man’s denn darf: Curry, Bohnen mit frisch geraspelter Kokosnuss, Kräutersuppe mit Kokosmilch, frische Banane und Papaya mit Limone

Nasyam für die Nase, Akshitaparna für die Augen

Insgesamt zieht sich der Prozess über 4 Tage, dann gibt es einen Normal-Tag und gleich darauf schloss sich bei mir Nasyam, die Nasenspülung, und Akshitaparna an, das Augenbad mit Ghee. Nasyam gehört ebenfalls zu den 5 Haupthandlungen.

Im Klartext: Duschverbot – trotz Shirodhara, dem Stirnguss am Morgen – kein Frühstück, kein Schwimmen, keine Sonne, kein Wind. Nicht einmal der des Ventilators ist erlaubt, denn, ach ja, Klimaanlagen gibt es hier nicht. Die kühle, unnatürliche Luft behindere den Reinigungsprozess.

Bei Nasyam wird Öl in die Nasenflügel geträufelt, es säubert die Nase, die Nasennebenhöhlen, die Stirnhöhle und den Hals. Danach ist Ruhen angesagt, für mindestens 30 Minuten im Zimmer.

Das Augenbad mit Ghee, Akshitaparna, habe ich persönlich als unangenehm empfunden. Von anderen Gästen habe ich jedoch gehört, dass diese Behandlung zu einer ihrer Lieblingsanwendungen gehört. Es soll überanstrengte und müde Augen beruhigen und für einen klaren Blick sorgen. Aus Kircherbsen- und Weizenmehl wird eine Art Brille geformt, in die das warme, flüssige Ghee bei geschlossenen Augen gefüllt wird. Dann macht man die Augen auf und schaut in eine gelbe, trübe Flüssigkeit. Verschwommen habe ich das Gesicht der Doktorin über mir wahr genommen und dachte die ganze Zeit daran, wie furchtbar ich es fände, zu erblinden. Für mich war es keine schöne Erfahrung. Im Nachgang wird Ruhe auf dem Zimmer verordnet, 1 Stunde ruhen ohne zu lesen, zu schreiben oder sonst etwas zu tun. Auch eine Kunst. Ich habe es genau 27 Minuten ausgehalten, danach habe ich gelesen.

Panchakarma ist kein Ponyhof

Dessert: Meine Medizin nach den Mahlzeiten… Nein, das ist kein Alkohol!

Jetzt, zur Halbzeit, kämpfe ich mit einem Ausschlag im Gesicht. Der Reinigungsprozess scheint sich bei mir vornehmlich über die Haut abzuspielen. Jeder hat seine Schwachstelle, sagte die Ärztin dazu, bei mir sei es eben die Haut. Ich habe eine Spülung aus Kräutern bekommen und fühle mich schon besser. Die nächste Woche folgt der Aufbau nach dem ziemlich anstrengenden Hauptteil.

Fazit:

Ich glaube, ich werde jetzt doch mal diese Buch „Darm mit Charme“ lesen….

Beim letzten Mal vor 5 Jahren in Indien hatte ich weniger mit den Auswirkungen des Reinigungsprozesses zu tun. Glaube ich. Möglicherweise erinnere ich es auch einfach nicht mehr. Ich freue mich nun jedenfalls auf die letzten Tage, in denen bis auf Vasti, der Dickdarmreinigung, „nur noch“ Ölmassagen anstehen. Ich berichte!

Newatha hamuvemu!

Links:

Dosha Test

Surya Lanka Beach Resort  – Sri Lanka

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