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Ammersee

Outdoor Yoga und meditieren morgens um 6 am Ammersee

By 1. November 2015 Deutschland, Unterwegs, Wohlfühlen, Yoga
Yoga-Weekend Ammersee

Breathwalk am Ammersee und Outdoor Yoga im Freien

Nach dem Frühstück am Samstag, Tag 2 des Lieblingsflecken Yoga Weekends am Ammersee,  marschieren wir im herbstlichen Sonnenschein zum Ammersee-Ufer. Geredet wird nicht, wir konzentrieren uns auf den Atem, atmen durch die Nase und betrachten die uns umgebende Natur. Wer mag, wiederholt geistig ein Mantra. Gar nicht so einfach, stellen unsere Teilnehmerinnen fest. Die Ablenkungen sind zahlreich und der Geist schweift schnell ab.

Der Tag hätte schöner nicht ausfallen können: die Sonne stahlt von einem knatschblauen Himmel herab, hier und da zeigt sich ein zartes, weißes Wölkchen. Himmel und See scheinen geradezu um das prächtigste Blau zu wetteifern. Zu dieser Jahreszeit leuchtet das Laub der Bäume in intensiven Gelb-, Ocker- und Orangetönen. Sie spiegeln sich im tiefen Blau des Sees. An einem sonnigen Abschnitt des Seeufers legen wir einen Stopp ein und üben Pranayama, die Sonne wärmt unsere Gesichter und wir atmen die frische Herbstluft in vollen Zügen ein. Dieses Bild vom Blau des Wassers und dem noch blaueren Himmel, die bunten Bäume, die Boote, die in der Ferne schaukeln, die Wärme auf der Haut – all das packen wir ein und nehmen es mit für die dunkleren Tage, die nun im Winter unweigerlich folgen werden.

Lieblingsflecken Yoga-Weekend am Ammersee

Promenade am Ammersee

Lieblingsflecken Yoga-Weekend am Ammersee

Fast wie Ibiza: warten auf den Sonnenuntergang

Lieblingsflecken Yoga-Weekend am Ammersee

Bötchen auf dem Ammersee

Lieblingsflecken Yoga-Weekend am Ammersee

Outdoor Yoga im Sonnenschein am Ammersee

Yoga-Weekend am Ammersee

Strahlend am Ammersee!

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Letzter Tag: Sonntag – Sadhana und Yoga-Philosophie

Die Uhr wird an diesem letzten Oktoberwochenende umgestellt. Wenigstens dürfen wir eine Stunde länger schlafen, murmeln unsere Teilnehmerinnen, die sich anfänglich wenig begeistert von der unchristlichen Uhrzeit 6:00 Uhr früh zeigen. Als jedoch alle pünktlich und übrigens absichtlich schweigend um 6:00 Uhr im „Raum der Stille“ eintreffen, sieht die Sache schon ganz anders aus. Wir haben Kerzen angezündet, sie tauchen den Raum in warmes Licht. Draussen ist es noch dunkel und hier drinnen, in warme Decken geschlungen, fühlt es sich kuschelig an.

Was ist Sadhana?

Sadhana bedeutet laut dem Kundalini Fachverband 3HO „spirituelle Disziplin. Ziel ist es, sein höchstes Bewusstsein zu entwickeln. Das Sadhana dauert normalerweise zweieinhalb Stunden mit einer Stunde Körperübungen und eineinhalb Stunden Meditation. Das ist schon eine Ansage und wir sind gespant, ob unsere Teilnehmerinnen durchhalten. Denn es soll an diesem Wochenende auch darum gehen, die fünf Erfolgsfaktoren im Yoga zu verinnerlichen. Sie bestehen darin, ein heiteres Gemüt zu entwickeln, durchzuhalten, auch wenn es anstrengend oder unbequem wird, mutig zu sein, wirkliches wahres Wissen zu entfalten und sich mit den richtigen Menschen zu umgeben.

Lieblingsflecken Yoga-Weekend am Ammersee

Morgens um 6:00 Uhr im Raum der Stille zum Sadhana

Wir halten durch, alle, auch wenn es zuweilen schwer fällt und wir statt den angedachten zweieinhalb Stunden dreieinhalb Stunden mit Mediation, Chanten und Sets verbringen. Mit einem Bärenhunger frühstücken wir und gönnen uns eine Pause. Die Nachwirkungen von Sadhana, so sagt Diddl, werden wir in den nächsten Tagen spüren: wir werden wach und energiegeladen sein und vielleicht zeigten sich auch andere Dinge.

Nach dem Frühstück erkläre ich die Yogaphilosophie und die Ursprünge des Yoga und natürlich praktizieren wir noch einmal eine kurze Vinyasa-Reihe.

Fazit vom ersten Lieblingsflecken Yoga-Weekend am Ammersee

Intensiv war es, sagen unsere Teilnehmerinnen, mehr, als sie erwartet hatten. Glücklich seien sie, hätten sehr viel Neues erfahren und seien froh, dass sie dabei waren.

Zuletzt verabschiede ich mich von Elisabeth. Wie es war, will sie wissen, ob alles recht war im Gasthof zur Post. War es. Auf meine Frage, ob sie denn auch Yoga mache, schaut sie mich mit einer Mischung aus echter Verwunderung und Schmunzeln an. Na, antwortet sie, dazu habe sie nun wirklich keine Zeit. Irgendwann würde sie es sicher auch noch ausprobieren.

Das nächste Lieblingsflecken Yoga-Weekend zum Thema DETOX ist für den 16./17. Januar 2016 geplant! Bei Interesse schick mir eine Email an Katharina@lieblingsflecken.de.

Weiter lesen:

1. Teil Lieblingsflecken Yoga-Weekend am Ammersee

Kundalini & Ayurveda am Ammersee! 

 

LINKS:

Gasthof zur Post in Herrsching

Raum der Stille

Weitere Lieblingsflecken Yoga-Weekends 2016:

16./17. April: Südpfalz zum Thema Mantras & Energie

18./19. Juni: Verl bei Gütersloh zum Thema Alignment und Flows

22./23. Oktober: Herrsching am Ammersee zum Thema Kundalini Yoga

Weitere Lieblingsflecken Yoga Workshops zum Thema Ashtanga, Chakren, Pranayama in Planung in Oberursel bei Frankfurt

Bei Interesse, hinterlass mir Deinen Kommentar! Und natürlich freu ich mich auch über Feedback zum Post!

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Mato’s Fischladen – Bio-Büdchen mit Herz

By 17. Mai 2015 Deutschland, Popular Posts
Mato und ich in Mato's Fischladen in Herrsching am Ammersee

So klein habe ich es mir nicht vorgestellt. Es ist nicht viel mehr als eine grüne Tür und ein Fenster. Von außen. Wenn die grüne Tür offen steht, sieht man drinnen eine kleine Glastheke mit sehr viel Fisch darin, dahinter zwei bärtige Männer, die viel zu groß erscheinen für den kleinen Raum, über ihnen baumelt allerlei Deko von der Decke, an der Wand pappen Postkarten und Bilder, Mitbringsel von irgendwoher, Andenken an die große, weite Welt der Fischer. Schweift der Blick ein kleines bisschen nach rechts, fällt er auf den einzigen, winzigen Stehtisch, ein paar Hocker, dahinter ein Sprossenfenster mit Blick auf den hölzernen Gartenzaun und den See. Ein mit Kissen ausstaffiertes Bänkchen vor dem Fenster bietet Platz für noch ein paar Gäste, und das war es. Einen Kühlschrank mit Limonaden, Bier und Wein gibt es noch und vom Bänkchen aus ist noch eine Tür hinter der Glasvitrine zu erkennen, die in den Räucherraum führt, der fest in Ralfs Hand liegt. Ralf, das ist Mato’s Geschäftspartner, der sich mit dem Räuchern auskennt. Mato ist der, der für den Verkauf zuständig ist. Das ist sein Ding, Mato schlecht gelaunt? Gibt es nicht, wenigstens nicht gegenüber seinen Gästen, die heute, an diesem verregneten 1. Mai zwar nicht so zahlreich wie sonst erschienen sind, und die ihn dafür und für seine legendären Fischsemmeln lieben. Wen Mato anstrahlt, der strahlt zurück, ob er oder sie nun will oder nicht.

Mato im seinem Fischladenin Herrsching am Ammersee

Mato im seinem Fischladenin Herrsching am Ammersee

Eingang zu Mato's Fischladen in Herrsching

Eingang zu Mato’s Fischladen in Herrsching

Stube von Mato's Fischladen in Herrsching am Ammersee

Stube von Mato’s Fischladen in Herrsching am Ammersee

Wenn die Sonne scheint, sei hier die Hölle los, sagt der große Mann, der gebürtig aus Hagen kommt und dann sehr lange in Hamburg gelebt hat. Das hört man. Früher habe er etwas ganz anderes gemacht, er sei durch die Welt getourt, mit Rockbands und wilden Jungs. Nun lebt er am Ammersee, mit Frau und Tochter, beinah bodenständig. Nicht wirklich, im Herzen ist der Mann ein Reisender geblieben, vielleicht macht ihm auch darum der Fischladen Spaß. Hinaus auf den See fahren am Morgen, allein sein, in der Ruhe der Dämmerung, später der Trubel im Laden, wenn die Leute anstehen für die berühmte Fischsemmel oder einen Fischteller oder beides.

Fischteller bei Mato's Fischladen Herrsching am Ammersee

Físchteller bei Mato

Die Salate bereitet Mato’s Mama höchst persönlich zu. Sie ist neben seinem Geschäftspartner eine wichtige Person und hilft mit, wo es geht. Heute hat sie es einfach, die Mengen werden locker ausreichen an einem Tag wie diesem, wo sich niemand so richtig nach draußen wagt. Später am Nachmittag tauchen mehr Menschen auf, kommen herein, holen sich ihre geräucherte Forelle oder Fischsemmel ab, die sie später zu Hause zum Abendessen verspeisen wollen.

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Frischer Fisch von Mato's Fischladen

Frischer Fisch von Mato’s Fischladen

Bei Sonnenschein wäre die kleine Terrasse voll mit Stühlen und Menschen. Meistens stehen sie dann bis zur Uferpromenade, mampfen Fischbrötchen, trinken Limonade oder einen kühlen Weißwein oder Bier. Aus Hamburg natürlich, logisch. Ein Hamburger am Ammersee bleibt ein Hamburger am Ammersee, sagt Mato. So ist das.

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Rund um Mato's Fischladen am Ammersee in Herrsching

Rund um Mato’s Fischladen am Ammersee in Herrsching

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Wir bekommen zu unseren üppigen Fischtellern heute einen Lugana Weißwein dazu. Irgendwann ist es dann mit köstlichem Fisch auf dem Teller und einem im sehr positiven Sinne gemeint süffigen Wein dazu auch völlig egal, wie das Wetter draussen ist. Später am Nachmittag stoppt der Regen sogar für ein ein paar Minuten und sofort füllt sich die Promenade. Ebenso der kleine Laden, im Feinschmecker übrigens als einer der besten Fischläden am Ammersee ausgezeichnet

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An unseren Tisch gesellen sich verschiedene Menschen, ein Privatkoch aus Mallorca, braun gebrannt, der wahrscheinlich lieber die Sonne in seiner Wahlheimat genossen hätte. Aber nein, er besucht eine Uraltfreundin und ist glücklich, mal wieder hier zu sein. Der Besuch bei Mato ist für viele aus München und Umgebung zu einem festen Ritual geworden. Die Menschen, die hier hereinkommen, wirken glücklich, vielleicht liegt es am Fisch, vielleicht auch an Mato und vielleicht an beiden zusammen.

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Rund um Mato's Fischladen am Ammersee in Herrsching

Rund um Mato’s Fischladen am Ammersee in Herrsching

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Impressionen Mato's Fischladen Herrsching am Ammersee

Impressionen Mato’s Fischladen Herrsching am Ammersee

 

Links:

Mato’s Fischladen

Herrsching

 

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Wieso denn bloß zum Ammersee?

By 17. Mai 2015 Deutschland, Popular Posts
Mato's Fischladen Herrsching Ammersee

Von Frankfurt gibt es einen direkten Weg zum Ammersee. Zum Beispiel über die A3, immer gerade aus und irgendwann ist man da. Also fast. Genauso gut kann man zuerst nach Bad Krotzingen bei Freiburg fahren, über die A5 und ich weiß nicht, über welche As sonst noch. Fakt ist: es ist ein Umweg und statt guten vier dauert es eben acht Stunden. Inklusive Stau, der am Tag vor dem 1. Mai zu erwarten war. Alles kein Thema, es gab gute Gründe dafür (die erläutere ich hier jetzt nicht weiter, das würde ja wirklich zu weit führen). Immerhin kenne ich nun Bad Krotzingen und die berühmten aus meiner Sicht etwas mickrigen Blumenpfauen im Kurpark.

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Blumenpfau in Bad Krotzingen

Blumenpfau in Bad Krotzingen

Ein großer Vorteil an Bad Krotzingen, einem Fleck, der eher durch seine zahlreichen Kliniken und Patienten als durch seine Schönheit erwähnenswert wäre, war die Tatsache, dass hier noch die Sonne schien. Zum letzten Mal für die nächsten drei Tage.

 

Bad Krotzingen mit Sonne

Bad Krotzingen mit Sonne

Guten Abend, Herrsching!

Gut, nun zum Ammersee, den wir schließlich nach einer selbst entschiedenen Süddeutschlandtour am Vorabend des 1. Mai, also dem Abend, an dem traditionellerweise in erster Linie Frauen per Tanz und Männer mit einer größeren Menge an alkoholischen Getränken in selbigen hinein tanzen oder torkeln, an diesem Abend also stoppte unser Auto im strömenden Regen, der uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiter beunruhigte, am Ortseingang von Herrsching. Nicht, dass wir eine Panne gehabt hätten, nein, unser Gasthof hatte bloss um 21:00 Uhr bereits geschlossen und wir hatten Hunger und das italienische Restaurant lag auf dem Weg – und hatte um diese Uhrzeit noch warme Küche, was in Bayern, mit Verlaub, nicht unbedingt der Fall sein muss. Der italienische Inhaber oder zumindest der, der uns begrüßte, sprach kaum Deutsch, dafür umso besseres Italienisch was zwar keiner von uns so richtig beherrscht doch an dieser Stelle überhaupt keine Rolle spielte. Nicht nur sprachlich sondern auch optisch schien das „White Lobster“ ein direkter Italienimport zu sein:  im Eingang eine weiße Theke mit weißen Barhockern und weißen Fellen als Auflagen, dazu an der Decke ein silberner, krakenähnlicher Lüster mit kleinen, grellen LED Birnen, aus den Lautsprechern jaulte italienische Barmusik, keineswegs dezent und entspannt sondern eher wie in einer italienischen Strandbar. Rechts und links des Entrées plötzlich Gemütlichkeit mit Holztischen und gedämpftem Licht, hübsch eingedeckt und einladend. Es ist wie in Italien, und mal ehrlich: was wollen wir denn mehr? Es duftet nach frischem Fisch und Kräutern und der, wie ich später erfahre sardische Inhaber Roberto Farigu kümmert sich rührend um uns, als würde er uns ansehen, dass wir eine lange Reise hinter uns haben und es nötig haben, jetzt gut zu essen. Genau das tun wir, mit einem Glas Cannonau, Vorspeisenplatte und  frischem Fisch. Die Ankunft gefällt mir, da ist es dann auch egal, dass es draußen regnet.

Der 1. Mai am Ammersee – wie es hätte sein können, wenn…

Wir hätten aufwachen können, die Sonne hätte in unser bayrisches Zimmer geschienen, wir wären frühstücken gegangen, hätten uns dann die Wanderschuhe angezogen und wären losgelaufen, zum Kloster Andechs, das von hier aus nur etwa 5 Kilometer entfernt auf seinem Hügel thront, wir wären ein Stück am Ammersee entlang gegangen, hätten die Boote beobachtet, hätten uns irgendwo niedergelassen und wären eingekehrt. Wir hätten einen Tag im Freien verbracht, vielleicht hätten wir uns auch Fahrräder ausgeliehen und wären einmal um den See geradelt, hätten uns die Orte auf der anderen Seite des Sees angeschaut und vielleicht hätten wir auch einfach eines der Ausflugsboote für den Weg zurück genommen. Wir hätten über der Reling gelehnt und hätten auf die in der Ferne liegenden Berge geblickt. Wir hätten die Zugspitze gesehen und die vielen Menschen auf den Uferwegen als kleine Punkte. Vielleicht hätte ich mich sogar zu einem Schwimmerchen im See überreden lassen können und hätte mich anschließend in der Sonne trocknen lassen. Cut.

Der 1. Mai am Ammersee – wie es wirklich war…

Nun ja, in Wirklichkeit erwachten wir, weil der Regen sanft an unser Fenster prasselte. Aufstehen? Nein danke, lieber noch mal unter Bettdecke zusammen ziehen und umdrehen, es langsam angehen lassen. Schließlich hatten wir einen Tag so etwas wie Urlaub. Frühstück bis 10:00 Uhr, also irgendwann einmal anziehen und hinunter gehen in die bayrische Gaststube, einen Tee trinken und planen, was der Tag unter den nassen Umständen bringen könnte. Wenn nicht zu Fuß, dann wollten wir den Ammersee eben per Auto erkunden. Ohne Schirm, den wir natürlich nicht dabei hatten, ebenso wenig wie passende Kleidung für die erwartungsgemäß regenreichen Tage hier unten im Süden Deutschlands, kurz vor den Alpen, wo doch sicherlich trotz der miesen Vorhersage einmal die Sonne scheinen würde. Typisch, die Hoffnung stirbt zuletzt. Manchmal klappt es eben mal nicht mit den Kraft der Gedanken. In diesem Fall hat der Wettergott meine Wünsche komplett ignoriert. Eigene Schuld. Also ab ins Auto, schnell hinein, damit die Jeans nicht nass wird und an den Beinen festklebt.

Karte vom Ammersee

Karte vom Ammersee

Wir fahren also von Herrsching aus Richtung Fischen und von Fischen nach Dießen. Dießen, so hatte mir jemand geflüstert, sei ein hübsches Örtchen und einen Besuch wert. An diesem 1. Mai, an dem es regnete und grau war und so gar nicht gemütlich draussen, lag Dießen genauso trostlos da wie der Rest des Ammersees, von dem wir im dunstigen Nebel heute kaum mehr als einen Ausschnitt zu Gesicht bekamen. Außerdem herrschte in Dießen Riesenbaustelle, die kleine Innenstadt bekam wohl neue Leitungen oder eine neue Fußgängerzone oder was weiß ich was. Wir blieben jedenfalls nicht sonder fuhren weiter gen Westen und stoppten schließlich am Seehaus Riederau, einem durchaus gediegenen Restaurant direkt am Ufer des Ammersees. Außer uns beehrten das Seehaus eher Gäste älteren Kalibers, die fein gemacht zu diversen Feierlichkeiten erschienen. Wir in unserer Leisure-Kluft wurden eher geduldet als herzlich erwartet, so hatten wir das Gefühl. Bei Sonne wäre es sicherlich anders gewesen, auf der ausgedehnten Terrasse wären wir sicherlich nicht die einzigen Wandersleut gewesen, wir hätten den Blick auf den See genossen und die spielenden Kinder beobachtet. Cut. Wir saßen also im hübschen Innenraum des Gasthauses im Wintergarten, hinter uns prasselte ein Kaminfeuer und fühlten uns eher wie im Herbst als Anfang Frühling. Bei Cappuccino und grünem Tee beobachteten wir das Geschehen rund herum und überlegten, wann wir wohl wieder in Herrsching wären und endlich bei Mato und seinem Fischladen aufschlagen könnten. Eigentlich hatten wir 16 Uhr verabredet, doch in Anbetracht der unabänderlichen Umstände könnten wir genauso gut früher kommen, ich meine, ein bisschen Fisch geht immer.

Seehaus Riederau Ammersee

Seehaus Riederau Ammersee

 

Mato und der Fisch

Der eigentliche Grund für unseren Besuch am Ammersee heißt nämlich Fisch, beziehungsweise Fisch von Mato, denn Mato besitzt in Herrsching am Ammersee direkt an der Uferpromenade hinter der Fischerei von Toni Stumbaum einen Fischladen, der über die ammeseeischen Grenzen hinaus bekannt ist. Wir sollten doch mal kommen, hieß es, das müssten wir uns ansehen und natürlich Fisch dort essen. Also los, nichts wie hin.

Mato's Fischladen

Mato’s Fischladen

Blick von Mato's Fischladen Herrsching

Blick von Mato’s Fischladen Herrsching auf den Ammersee

Hier geht es zum Bericht: Der 1. Mai in Mato’s Fischladen

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Einmal München und zurück

By 8. April 2015 Deutschland, Popular Posts
Fotolia_Einmal München und zurück

Letztes Jahr im August habe ich große Pläne geschmiedet. Ich wollte Städte bereisen und dort Cafés, Restaurants, Yogastudios und besondere Flecken ausfindig machen, die das Zeug zu einem Lieblingsfleck haben. Ich sah mich flanieren und treiben im Reigen des Stadtalltags, ausgestiegen, abgehoben, mit einem anderen Blickwinkel unterwegs, immer auf der Suche nach dem, was mich zum Verweilen einlädt.

Memories of Schwabing

Nicht bedacht hatte ich dabei wohl, dass ich vielleicht auch noch anderes zu tun hätte in den ersten Monaten der Selbständigkeit. So hat es eine Weile gedauert, bis ich angefangen habe, meinen Plan von damals in die Tat umzusetzen. Gute sieben Monate später habe ich es gemacht. Ich habe mir ein Zugticket gebucht und bin nach München gefahren. Einfach so, von Samstag bis Montagmittag, 48 Stunden in München. Wie es so ist mit den Besuchen in Städten, in denen liebe Freunde wohnen, gehören die meisten Stunden dem Wiedersehen. Es gibt so viel zu erzählen und zu lachen und zu weinen und zu diskutieren.

Und doch habe ich soviel Neues gesehen in München, habe mich zurückversetzt gefühlt in alte Zeiten, als wir durch Schwabing fuhren, an damals, als ich hier eine Wohnung in der Adalbertstrasse untergemietet hatte und für ein Praktikum für drei Monate in München gelebt habe. Ich habe mich erinnert, wie einsam ich mich zu Anfang gefühlt habe, als ich noch niemanden kannte und abends durch das schneebedeckte Schwabing lief, sehnsüchtig in die erleuchteten Fenster der Bars und Restaurants und Kneipen blickte und mich fragte, wieso ich hier draußen allein herumstreunte während alle anderen mit ihren Freunden lachten und scherzten und Spaß hatten. Angekommen bin ich in München erst später. In dieser Zeit habe ich für eine Event Agentur gearbeitet, die den zu der Zeit brandneuen BMW 3 auf Sardinien den Händlern vorstellte. Sieben Wochen verbrachten wir im Forte Village Resort auf Sardinien, wir reisten an im Februar und kehrten zurück Ende März. Ich durfte den Frühling zweimal und eine Zeit voller intensiver Erfahrungen erleben. Es war wie in dem Film „Täglich grüßt das Murmeltier“: alle drei Tage wiederholte sich das Programm, same but different, denn alle drei Tage reiste der nächste Trupp von BMW Händlern an, die mit allen Sinnen auf den neuen BMW 3 eingeschworen wurden. Wir lebten in den Bungalows, in denen sonst wohlhabende Gäste ihre Sommer verbrachten und hatten das Gefühl, dass dieses Resort uns gehörte, dass niemand anderes außer den zeitweiligen Besuchern, die sich regelmäßig änderten, hier etwas verloren hätte. Ich erinnere mich an das türkis-grün schimmernde Meer und an das Anbaden bei 13 Grad Wassertemperatur.

Fotolia_SIgestor München Schwabing

Schönes München: Siegestor München

La dolce vita in München 

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