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Mallorca romantisch: Eine Nacht im Fischerhäuschen

By 5. April 2017 Mallorca, Mind, Popular Posts, Unterwegs
Fischerhäuschen Cala Llmobards Mallorca

Manche Orte kann es eigentlich gar nicht geben. Sie sind zu schön um wahr zu sein. Zu romantisch, zu pittoreske und, in diesem Fall, aus der Zeit gefallen. Die scheint einfach stehen geblieben zu sein.

Ich habe das Fischerhäuschen schon oft gesehen, wenn ich morgens zum baden gehe in das türkisblaue Meer der Cala Lombards. Wer es sich fragt: nein, sie ist kein Geheimtipp mehr, aber jetzt, in der Vorsaison auf Mallorca bleibt sie einsam. Jedenfalls dann, wenn es dunkel wird und der klare Sternenhimmel sich unter dem schwarzen Firmament ausbreitet und ich ein bisschen an den Sternenhimmel Afrikas erinnert bin und doch kein bisschen Sehnsucht spüre. Genau hier und genau jetzt ist es richtig.

Romantik pur in der Cala Lombards

Freunde haben das Fischerhäuschen auf AirBnB entdeckt. Jeder kann es mieten. Jeder, der auf Strom und fliessendes Wasser verzichten kann, der ein Kaltduscher ist und keine Wassertoilette braucht und der in der Lage ist, einen Kamin  zu befeuern. Der ist nämlich neben der Sonne vom Tag die einzige Wärmequelle. Ausserdem gibt es keinen direkten Zugang zum Haus ausser den zu Fuss und beladen mit den Lebensmitteln, die man meint, zu brauchen. Ein paar Flaschen guten Wein, Brot, Schinken, Käse, Oliven und Tomaten. Zum Frühstück Orangen aus Mallorca für den morgendlichen Saft und Eier, die über dem Bunsenbrenner-Herd gerührt werden können.

Change your perspective once in a while

Ich muss nicht schwärmen von den kühlen Abenden auf dem winzigen Balkon, der mir die Perspektive der Cala Llombards verdreht. Einfach mal die Perspektive wechseln, denke ich, so einfach ist das. Plötzlich sieht alles ganz anders aus, nicht wie der Ort, den ich schon so oft vom Strand gesehen habe. Selbst das Baden fühlt sich anders an, wenn ich von den algenbewachsenen Steinen in das kühle Wasser rutsche. Auf die Seeigel soll ich aufpassen, die sich gerne in den Ritzen der Steine verstecken. Es geht alles gut. Kalt ist das Wasser um diese Jahreszeit noch, den Kopf stecke ich noch nicht hinein. Ich schwimme bis zum Ende der Bucht durch die sich abwechselnden Farben von türkis. Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, die letzten Sonnenstrahlen brechen durch ein paar wenige Wolken.

Wieder an Land friere ich ein bisschen und vermisse für einen Moment die warme Dusche. Aber es ist nur ein winziger Moment.

Dann sitze ich oben auf unserem Aussensitz, vor mir eine Flasche Rotwein und Gläser, Oliven und Käse und frage mich, was es Schöneres geben kann auf dieser Welt. Dabei ist das hier so einfach wie nur was.

Es gibt oben nur einen Schlafraum mit einem winzigen Fensterchen, das winzige „Wohnzimmer“ mit Kamin zur Terrasse hin, die Terrasse selbst, auf der vier Leute gerade genug Platz haben und unten den Teil, in dem früher das Fischerboot schlummerte, wenn es nicht im Wasser lag. Jetzt steht dort auf abschüssigem Stein ein langer Holztisch mit ein paar Stühlen, noch ein paar Werkzeuge und Tampen liegen herum und eine kleine Küchenzeile dient mehr als Ablage als als Herd.

Früher war’s ein Fischerhäuschen

Und wisst ihr was? Es ist sowas von egal. Ein bisschen frieren? Nur das Feuer als Wärmequelle? Nachts raus gehen auf eine Trockentoilette? Ein Bunsenbrenner als Herd? Nein, es fehlt an nichts, im Gegenteil: es ist alles da. Und viel mehr.

Wer die Erfahrung machen möchte, schaut hier bei AirBnB vorbei. Mein Tipp ist die Nebensaison, auch wenn baden dann eher was für die Harten ist. Aber hey, Weicheier kommen hier sowieso nicht her. 😉

Blick auf die Cala Llombards

Fischerhäuschen Cala Llmobards Mallorca Bucht

Letztes Bild und Beitragsbild: AirBnB

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By 27. Juli 2014 Europa, Popular Posts
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Hier schreibt meine Freundin Nadine Dreyer, die ihren Lieblingsfleck England für sich entdeckt hat und uns teilhaben lässt an ihren Erfahrungen mit den Briten.

Unterwegs in der Mission, mit lästigen Klischees aufzuräumen.

Begegnungen - Wuscheltier in England

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Irgendwo und irgendwann ist mir dieses Zitat in die Hände gefallen:

„Don’t find love, let love find you. That’s why it’s called falling in love because you don’t force yourself to fall, you just fall.“

Und so ist es mir mit England ergangen. Die Liebe begann vor einem Jahr, als ich eigentlich primär meine Sprachkenntnisse verbessern wollte und nach einen Ort suchte, den ich einfach mit dem Auto erreichen konnte. England war halt praktisch, Erwartungen hatte ich keine. Vielmehr eine Menge Klischees im Kopf. 

So reiste ich letztes Jahr im Frühsommer zum ersten Mal auf die Insel, die keine Lust hat, der EU beizutreten und deren bekannteste Bewohnerin ohne Zweifel Queen Elisabeth heißt. Ich habe Sprachunterricht in der Grafschaft Devon in Südengland genommen und dabei sechs Wochen die Gegend erkundet. Mir war zuvor überhaupt nicht klar, welche Schönheit dieses Land birgt – und wie wenig es mit den gängigen Klischeevorstellungen zu tun hat. All die Warnungen vor dem schlechten Essen, den griesgrämigen Briten und dem Dauerregen – alles völliger Blödsinn.

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