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Meet Jenni, neue Lieblingsflecken Gastautorin

By 6. März 2017 Popular Posts
Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsfleckenen

Es gibt News! Ab sofort ist Jenni Dockweiler als neue Gastautorin auf den Lieblingsflecken an Bord und versorgt uns mit Reise- und Lebens-Erlebnissen aus Nah und Fern.

Wir kennen uns aus unserer gemeinsamen Agenturzeit in Frankfurt, sie damals schon aktiv für Thailand im schönen Asien und ich für Namibia im weiten Afrika auf der anderen Seite der Weltkugel.

WELCOME JENNI, unsere neue Gastautorin auf den Lieblingsflecken!

Jenni ist ein Kind der 90er, reisesüchtig mit nordhessischen Wurzeln (was ihr in der Agentur den Spitznamen „Nordhessen“ eingebrockt hat), Thailand erprobt,  Backfan mit Faible für Kalorienbomben, leidenschaftlichere Sängerin und Musikerin und ganz sicher eine großartige Bereicherung für Euch und mich und die Lieblingsflecken sowieso.

This is…

Hi, mein Name ist Jenni, ich bin 26 und komme aus Frankfurt, bin gelernte PR-Beraterin und Reisefan – und jetzt als Gastautorin auf den Lieblingsflecken unterwegs. Ich erzähle Euch ab sofort regelmäßig von meinen persönlichen Lieblingsflecken, zeige Euch Bilder und berichte über das, was das Leben mir sonst noch so vorsetzt.

Weltenbummlerin seit 2015

Ich habe zwar eigentlich schon immer gerne neue Länder und fremde Kulturen besucht, bin aber erst Ende 2015 zum „richtigen Weltenbummler“ geworden. Aus beruflichen Gründen und, zugegeben, der Liebe wegen bin ich nach Thailand gezogen. Thailand wird daher mein Steckenpferd auf den Lieblingsflecken sein – wenn Du also Fragen hast, vor allem zum südlichen Teil des Landes und zu Bangkok, helfe ich Dir natürlich gerne weiter!

Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsfleckenen

Elephanten-Annährung: Elephant Hil

Von Nordhessen die Welt erobern

Bevor es mich Anfang 2017 nach dem Abenteuer Südostasien wieder in meine südhessische Heimat gezogen hat, war ich als freiberufliche Texterin unterwegs und habe deshalb viele ziemlich tolle Ecken der Welt bereisen können, zum Beispiel die Philippinen, die US-amerikanische Ostküste, Kanada, Schottland, England und Dänemark.

California dreaming

In diesem Sommer geht es für mich zum ersten Mal nach Kalifornien und Nevada; außerdem werde ich den ein oder anderen Ausflug durch Deutschland unternehmen. Denn es gibt viel zu viele Ecken hier bei uns, die ich noch nie besucht habe – und man muss ja nicht immer in die Ferne schweifen, um tolle Orte und interessante Menschen zu finden. Auf meinem internationaleren Plan für die nächsten Jahre, wobei planen ja immer relativ ist, stehen auf jeden Fall Neuseeland, Schweden und Indonesien.

Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsflecken

Kata Beach Phuket: #easycrazyhappy LIFE! 🙂

Der Traum von der Meeresbiologie – und was daraus wurde

Als ich klein war, wollte ich unbedingt Meeresbiologin werden – was daraus geworden ist, kann ich auch nicht so richtig sagen. Wahrscheinlich haben mich die fiesen naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule irgendwie verschreckt 😀 Ich habe allerdings schon früh meine Begeisterung fürs Schreiben entdeckt und bin so über die Karriereidee Journalistin letzten Endes zu PR und Content Production gekommen. Und nun zum Bloggen auf den Lieblingsflecken.

Hobbies? Backen. Leider… 😉 

Wenn ich zu Hause bin, findet man mich oft in der Küche: Kochen ist zwar so überhaupt nicht meins (Essen leider schon, sagt zumindest die Waage), aber beim Backen kann ich mich wunderbar entspannen und bin ein großer Fan von kleinen Leckereien wie Nussecken oder Muffins. Sehr zur Freude von Arbeitskollegen und Freunden, die zwar immer bestellen, aber am Ende meckern, warum ich denn solche Kalorienbomben mitbringe 😉

In love with… Kakteen?!

Was gibt es noch Interessantes über mich zu wissen? Ich bin Sternzeichen Stier, Hundenärrin, Fußballfan, Kakteenfreundin (alles andere stirbt leider einen gnadenlosen Vertrocknungstod bei mir), Musikerin…und wenn ich ein Tier wäre, wäre ich wahrscheinlich ein Faultier. Der Klassiker eben. Aber zumindest eins, das etwas mehr von der Welt sehen will als nur seinen Baum.

Deshalb freue ich mich drauf,  Euch in nächster Zeit mit zu meinen Lieblingsflecken zu nehmen!

Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsflecken

Wet? So what! Niagara Falls

Auf eine gute Zeit voller Reisen, Inspiration und Spaß und Freude ! <3

Let’s rock!

Eure Jenni

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Diese Insidertipps für Südtirol müssen auf die 2017er-Liste!

By 3. Januar 2017 Europa, Mind, Popular Posts, Südtirol, Unterwegs
map-on-tour - Südtirol - MAPeople - Lieblingsflecken

Südtirol, (m)ein kleiner, großer Lieblingsfleck. Zwei waschechte Südtirolerinnen verraten, wo ihr „Landl“ am schönsten ist und wie sie ihre Südtiroler Wurzeln beeinflussen.

Immer etwas anders: Die MAPeople

MA steht für Magdalena und Manuela, People für den „human-touch“, der den beiden Weltenbummlerinnen auch im Business das Wichtigste ist. Ihr Unternehmen MAPeople ist eine kleine, feine Boutique-Hotelberatung mit Sitz in Zürich. Hier kreieren die MAs die etwas anderen Konzepte und Brands für Hotels weltweit.

Die MAs rocken das Leben und – vermutlich auch noch die Welt. 🙂

map-on-tour - Südtirol - MAPeople - Lieblingsflecken

MAPeople aus Südtirol on tour im Café Citta: Manuela & Magdalena

Liebe MAPeople, was schätzt ihr besonders an Eurer Heimat Südtirol?

Wir leben ja schon eine Weile nicht mehr ständig in Südtirol sondern sind allein durch unsere Arbeit auf der ganzen Welt unterwegs. Ein paar Kunden haben wir aber auch in Südtirol und natürlich besuchen wir regelmäßig unsere Familien und Freunde.

Es hört sich vielleicht sehr marketingmäßig an, aber an Südtirol heranzukommen, ist wirklich nicht leicht. Diese paradiesischen Zustände muss erstmal einer nachmachen: die Berge, die Landschaft, die Luft, das gute Essen und die wundervollen Menschen – das ist schon ein toller Mix.

Gerade wenn wir länger nicht zu Hause waren merken wir wieder, wie wunderschön unser Landl ist. Das Zusammentreffen des Alpinen mit dem Mediterranen und des Österreichischen mit dem Italienischen prägt hier einfach alles vom Essen über die Menschen bis hin zum Lebensgefühl. Das ist schon unvergleichlich.

Was uns auch immer wieder auffällt, wenn wir länger nicht da waren, ist Read More

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Nur Mut! 10 persönliche Learnings aus 2016 – für 2017

By 31. Dezember 2016 Mind, Popular Posts, Wohlfühlen
Nur Mut! Learnings für 2017 Mallorca - Lieblingsflecken

Mut habe ich gebraucht im letzten Jahr. Und Zuversicht auch. Jetzt schwebe ich über die verschneiten Schweizer Berge hinweg und finde, dass dies ein geeigneter Moment ist, um auf das Jahr 2016 zurück zu blicken. Ich fliege nach Weihnachten von Deutschland nach Mallorca zurück, an den Ort, den ich als neues zu Hause ausgesucht habe.

Nach dem geschäftigen „Affen“, der im letzten Jahr laut dem chinesischen Horoskop das Leben bestimmen sollte und das in meinem Fall auch eindrucksvoll getan hat, meldet sich nun ab dem 28. Januar der Feuer-Hahn.

2017 – Ein Jahr voller Bewegung

Er soll uns viel Bewegung bringen und ich denke: ach Du Schreck, mir hat die Bewegung in 2016 gereicht. Doch 2017 verspricht einmal mehr ein geschäftiges Jahr zu werden. Diesmal geht es weniger um Veränderung und Loslösung von alten Dingen als viel mehr um den Beginn des Neuen. Da heißt es  Ärmel hochkrempeln und Arbeiten, aber auch Vorsicht vor Blendern, die in dieser Zeit vermehrt auftauchen sollen. Es gilt, genau abzuwägen und direkt und klar zu kommunizieren, auch wenn es weh tut.

Mir scheint, dass da einmal mehr Herausforderungen auf uns zu kommen. Ich schließe mit diesem Rückblick erst einmal mit dem aufregenden 2016 ab.

Das 1. Quartal 2016: Die Ruhe vor dem Sturm

Im letzten Jahr zur etwa gleichen Zeit habe ich geschrieben: „Das Jahr des Affen, so steht es geschrieben, sei der ideale Zeitpunkt, um all die Dinge anzupacken, die wir uns bisher nicht getraut haben. Es sei Zeit die Dinge anzugehen, unnötige Bedenken beiseite zu legen und den gewünschten Wandel selbst herbeizuführen. Selbst die verrücktesten Ideen könnten jetzt Erfolg haben. Risikofreude würde endlich wieder belohnt und alles ist möglich.Die Zeichen stehen also bestens, denn Bedenken abzulegen und mutiger zu werden, das nehme ich mir schon lange vor.“

Voller Tatendrang und voller Mut war ich und hatte, zum Glück, keinen blassen Schimmer davon, wie sehr der Affe in meinem Leben herumhüpfen und Unordnung stiften würde.

Alles begann mit der Yoga-Ausbildung von meinem Studio Way Yoga, die ich Ende März als Dozentin auf Mallorca begleiten durfte. Die Insel ist mir in die Glieder gefahren wie schon lange vorher nichts mehr und das, obwohl ich nicht zum ersten Mal hergekommen war. Danach ist viel passiert. Im Rückblick frage ich mich oft, wie das alles so schnell gehen  konnte, doch ich habe auch gelernt, dass es eben Dinge gibt, die sich rational nicht erklären lassen.

  1. Learning: Ich muss nicht alles erklären können. Manches geschieht und so ist es eben. (Auch wenn sich das sehr viel einfacher anhört als es ist.)

  2. Learning: Mut in die eigene Intuition und MACHEN zahlt sich aus. (Auch, wenn der Erfolg nicht immer sofort eintritt.)

Das 2. Quartal 2016: Raus aufs offene Meer

Im Mai gab es private Veränderungen, die mich dem Entschluss näher gebracht haben, meinen Traum zu verwirklichen und ins Ausland zu gehen. Ob Mallorca unter Deutschen nun als Ausland gilt, darf diskutiert werden. Für mich ist es Ausland, nämlich ein Stück Spanien, in dem die eigene Sprache Mallorquin gesprochen wird.

Ich habe angefangen, mein rudimentär vorhandenes Schulspanisch aufzufrischen und es macht mir ungeheuer viel Spaß.

3. Learning: Etwas Neues zu beginnen und wieder zu lernen erfordert erst einmal Mut – und macht dann unglaublich stolz und glücklich. Gut fürs Selbstbewusstsein ist es auch.

Das 3. Quartal 2016: Back to the roots

Meine erste Euphorie über all das Neue in meinem Leben bekommt im 3. Quartal einen Knacks. Die Erkenntnis sackt, dass ich mich auf totales Neuland begeben habe und mein Leben sehr anders geworden ist. Es kostet mich mehr Kraft und Energie, meinen Rhythmus zu finden, als ich geahnt hätte.

Es ist die Zeit, in der ich mich außerhalb meiner Mitte wieder finde und trotz all der Dinge, die ich vom Coaching und Yoga weiß, wenig gegen meine alten Muster und Gedanken tun kann. Ich erlebe mich als ängstlich, unsicher, unproduktiv und gleichzeitig ungeduldig. Alte Themen tauchen wieder auf, von denen ich dachte, sie längst erfolgreich verarbeitet zu haben. Ich muss einsehen, dass das noch nicht einmal annähernd der Fall ist. Die alten GlaubenssätzeMuster und Werte haben mich fest im Griff. Fragen tauchen auf wie: bin ich auf dem richtigen Weg? Habe ich richtige Entscheidungen getroffen? Kann ich mit all meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten überhaupt eine gute Yogalehrerin sein?

3. Learning:

Theorien bewähren sich meist in der Theorie, selten in der Praxis. Die Praxis hingegen bewährt sich selten in der Theorie und nicht mal immer in der Praxis. ( Erhard Blanck, deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

Der Sommer und Spätsommer wird die Zeit der Selbstreflexion, des Infragestellens und des Grübelns. Gleichzeitig erlebe ich eine wundervolle Unterstützung von Freunden und Bekannten, die ich nicht erwartet hätte und die mir soviel geholfen und gegeben  hat.

4. Learning: Ich bin nicht allein. (Auch, wenn es sich manchmal so anfühlt.)

Ich praktiziere viel Yoga und Meditation und übe mich in Akzeptanz und Urvertrauen. Oft wünsche ich mir, dass ich meinen Kopf abstellen könnte und weiß doch, dass ich sehr dankbar sein darf, ihn und meinen zum Teil wirren Geist zu haben.

5. Learning: Akzeptieren, Loslassen und Urvertrauen zu entwickeln dauert lange. Yoga, Meditation und eine ruhige Umgebung helfen mir dabei, Geduld und und Mitgefühl, besonders für mich selbst, zu entwickeln.

6. Learning: Egoismus ist nichts Schlechtes, auch wenn ich das lange so empfunden  habe. Er ist wichtig für die eigene Zufriedenheit. Wenn ich mit mir selbst nicht zufrieden bin, kann ich es auch mit anderen nicht sein.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie wahnsinnig streng ich mit mir selbst umgehe. Die Sprache, die ich mir selbst angedeihen lasse, ist sehr oft alles andere als mitfühlend. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

7. Learning: Wie ich mit mir selber spreche, hat einen großen Einfluss auf mein Befinden. Wie ich mit mir spreche, so fühle ich mich.

Das 4. Quartal 2016: Winter auf Mallorca: zur Ruhe kommen.

Im Oktober feiere ich meinen Geburtstag auf Mallorca in der „Fischbude“ in S’Arenal in Portoclom mit Blick aufs Meer und den Füssen im Sand. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: im November kann ich über liebe Freunde ein paar Straßen weiter eine kleine, sehr liebevoll eingerichtete Wohnung beziehen. Bisher war ich noch nicht ganz angekommen auf der Insel, es waren unruhige Zeiten und hat gedauert, etwas Schönes und Bezahlbares zu finden. Langsam kehrt Ruhe ein.

Wieder trägt Yoga zu neuer Inspiration bei: Eine weitere Ausbildung auf Mallorca findet statt, die mir sehr viel positive Energie schenkt. Das liegt unter anderen an Hilde, unserer mit 74 Jahren ältesten Teilnehmerin, die neben ihrer unglaublichen Beweglichkeit seit dem eine wundervolle Inspirationsquelle und echtes Vorbild für uns alle ist.

8. Learning: Es ist nie zu spät, Neues zu beginnen und Dinge zu verändern.

9. Learning: Nach Regen kommt wieder Sonnenschein. Immer.

Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Start in das neue Jahr!

 

10. Learning:

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. (Demokrit) 

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Yoga auf Mallorca: 4 Tage Yoga FÜR DICH am Meer!

By 19. Dezember 2016 Popular Posts, Retreats & Weekends, Wohlfühlen, Yoga

Zum Yoga nach Mallorca! Sonne, Meer, Abschalten, Auftanken!

Wann hast Du zuletzt etwas nur für DICH getan?

Ich habe mir die Frage neulich selbst gestellt und festgestellt, dass es viel zu lange her ist. Also habe ich mich spontan entschlossen, Mitte Januar einen YinYoga Workshop in Frankfurt zu besuchen. Außerdem haben Ariane Bähr aus Mallorca und ich einen YogaWorkshop konzipiert, bei dem Du etwas nur für Dich tun kannst.

MeineZeit. Ist JETZT! Zum Yoga nach Mallorca

Der Frühling ist traditionell die Zeit des Wechsels: die Natur beginnt sich zu regen, die Tiere kehren aus dem Winterschlaf zurück und wir Menschen haben zuweilen erst einmal an der berühmten Frühjahrsmüdigkeit zu knabbern.

Auftanken, Altes loslassen, fit werden

Ganz sicher ist es leichter, Read More

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2. Advent auf Mallorca, 17 Grad Plus und Wein-Tasting bei Frank Maruccia

By 5. Dezember 2016 Europa, Food, Mallorca, Popular Posts, Unterwegs
2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Mein erster 2. Advent auf Mallorca erscheint mir surreal bei 17,5 Grad, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Ich bin auf dem Weg nach LLucmayor zur Bodega von Frank Maruccia. Der gebürtige Stuttgarter mit italienischen Wurzeln betreibt hier seit dem Jahr 2009 sein eigenes Weingut mit Blick auf das Kloster Sa Ronda.

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Sa Ronda mit Regenbogen
Fotos: @Bodega Maruccia

Ausflug zum Tag der offenen Bodega

Zum 2. Advent hat er zum ersten Mal zum „Tag der offenen Bodega“ eingeladen. Eigentlich sieht sein Konzept nämlich nur den Besuch von Clubmitgliedern vor. Wein produzieren für 953 Clubmitglieder, das war damals die Idee des ehemaligen Marktforschers, der irgendwann seine Firma verkaufte und seit dem Geld verdient mit Dingen, die ihm Spaß machen.

Selbst guten Wein auf der eigenen Bodega zu produzieren ist eins davon, auch wenn es, wie er selbst sagt, nichts ist, mit dem er reich werden könnte. Er ist einer, der es genau wissen will und nicht eher Ruhe gibt, bis das Ergebnis für ihn sitzt. Kaum etwas, das er nicht selbst machen würde für seinen Wein auf dem Weg von der Traube zum guten Tropfen im Glas.

Dass er weiß, wie er es haben will wird spätestens auf der Führung durch seine Produktionsstätte direkt neben der schicken Show-Küche mit Probierstube klar.

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Frank Maruccia in seinem Element: in der Bodega-Küche und auf Bildern bei der Arbeit, die für ihn keine ist
Foto: @Bodega Maruccia

„Als Winzer muss man nicht verrückt sein – aber es hilft.“

Sagt Frank Maruccia und erzählt uns auf der Führung durch seinen liebevoll hergerichteten Weinkeller von sich und seinen Zielen. In erster Linie will er Weine produzieren, die kompromisslos seine eigenen Ansprüche erfüllen. „Das ist schwierig, wenn ich nicht jeden einzelnen Prozessschritt selbst begleite. Manchmal denke ich schon, dass ich wohl ziemlich bescheuert sein muss. Wein betreuen ist zuweilen so, wie sich um ein Baby zu kümmern.“ Und doch macht ihm gerade das die meiste Freude: von der Arbeit im Weinberg bis zur Abfüllung in die Flasche alles selbst zu machen. Und wenn am Ende nach all dem Probieren und Warten der Wein Flaschen auf den Tischen seiner Bodega und ausgewählten Restaurants steht, ist sicherlich auch ein bisschen Stolz dabei. Weine machen zu lassen, das wäre nichts für ihn, den Naturmenschen. Er will mitwirken, gestalten und vor allem beste Qualität produzieren, eine, die ihm selber schmeckt und zufrieden macht.

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

1. Etage der Maruccia’schen Produktionsstätte

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Unten im Weinkeller: Wenn man den Proben aus den Fässern zieht, kann man dem Wein beim Gutwerden zuhören

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken 2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Den einzigen Weisswein, einen Chardonnay, sowie den Rosé baut er in Betoneiern aus. Rotwein gehört für Frank Maruccia in große Fässer aus französischer Eiche. Er möchte, dass das Holz zugunsten der Frucht im Hintergrund bleibt.

Weine nur mit Regenwasser – auf Mallorca

Der Winzer, der schon als Kind beim Onkel in Apulien und in Württemberg im Weinberg mithalf und später als Hobby Weinanbau studierte, verzichtet gänzlich auf künstliche Bewässerung.

Das ist durchaus erstaunlich auf einer so trockenen Insel wie Mallorca. Die Rebstöcke zehren einzig von dem, was der Regengott über Mallorca abwirft. Das kann auch mal dürftig ausfallen, doch Frank Maruccia hat festgestellt, dass gerade dadurch ausdrucksstarke Weine entstehen, die außerdem mit verhältnismäßig geringem Alkoholanteil auskommen. Der „Einstiegsrotwein“, zu 100 Prozent aus der autochthonen mallorquinischen Traube „Callet“ hergestellt, bringt es gerade einmal auf 11 Prozent Alkoholanteil. Ein perfekter Wein selbst für einen warmen Sommer, denn auch gekühlt schmeckt er hervorragend.

Noch ein Geheimtipp: Bodega Maruccia

Auf der Insel gelten die Weine von Frank Maruccia als Geheimtipp. Bis vor gar nicht langer Zeit waren sie einzig den Clubmitgliedern vorbehalten, zum Glück für mich und andere dürfen inzwischen auch Nicht-Mitglieder zu den regelmäßig stattfindenden Events vorbeikommen. Im nächsten Jahr kommt kein Geringerer als Juan Amador vorbei und auch andere (Sterne-) Köche zaubern in der Bodega-Küche Leckereien passend zu den Maruccia-Weinen.

LINKS, INFOS, FAZIT

Mehr über den Winzer, seine Weine, ihre Herstellung und die Bodega gibt’s hier: Bodega Maruccia. Facebook informiert über Events und News aus dem Weinberg.

50% verrückt, 100 Mallorca, 100% Self-Made

Mein Fazit: die Bodega ist absolut einen Besuch wert und ich freue mich auf das nächste Mal. Mein erster 2. Advent auf Mallorca hätte kaum schöner ausfallen können: wunderbare Menschen, köstliches Essen, ein erstaunlicher Winzer und umwerfende Weine.

Schade, dass es (noch?) keine Übernachtungsmöglichkeit gibt. Ich wäre sonst vermutlich geblieben. 😉

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Das Wunder vom Ayurveda Parkschlösschen

By 4. Dezember 2016 Deutschland, Popular Posts, Unterwegs, Wohlfühlen

Wie geht das, etwas Unerklärliches in Worte zu fassen? Selten ist mir das Schreiben so schwer gefallen wie nach meinem Besuch im wundervollen Ayurveda Parkschlösschen. Es hat etwas mit mir gemacht, was ich schwer erklären kann. Ein Versuch.

Alles begann mit einer Email im April. Ob ich nicht für ein paar Tage in das Ayurveda Parkschlösschen kommen und darüber schreiben wollte? Wie bitte?! Das Parkschlösschen ist für mich so etwas wie der Inbegriff von Ayurveda in Deutschland. Wenn Ayurveda in Deutschland, dann dort!

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mir meine „kleinen“ Lieblingsflecken diesen Traum einmal erfüllen würden. So ist es aber gekommen und allein das ist unglaublich.

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

Darum heisst es Parkschlösschen: Park um das Schlösschen herum

Wunder im Ayurveda Parkschlösschen

Eigentlich sollte ich schon im Sommer kommen, zu der Zeit, wenn im Parkschlösschen normalerweise einmal nicht alle Zimmer belegt sind. In diesem Sommer kam aber alles anders und mein Besuch verschob sich auf den November. Damals dachte ich: schade, aber es wird für etwas gut sein. Heute weiß ich, dass meine Tage im Parkschlösschen zu keinem besseren Zeitpunkt hätten stattfinden können. Ich habe sie gebraucht, diese reinigende Auszeit, auch wenn mir das vorher kaum bewusst war.

Traben-Trarbach ist das, was man idyllisch und typisch deutsch nennt: ein herrlich verwunschener Weinort direkt an der Mosel mit trutzigen Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflasterstrassen. Ruhig ist es im November, bloss wenige Ausflügler verirren sich im Moment hierher.

Der Rest der Welt kann draußen bleiben

Nur ein gußeiserners Tor und eine dicke, von Bäumen und Pflanzen umrankte Steinmauer trennen das Ayurveda Parkschlösschen von der Außenwelt, doch gefühlt liegt es in einem anderen Universum.Ein bisschen erinnert es mich an ein verwunschenes Märchenschloss samt Zaubergarten. Es ist später Nachmittag und der Tag neigt sich dem Ende zu. Aus der Ferne höre ich ein „huhu, huhu“.  Ist das etwa eine Eule?

Vor dem Haupthaus, einer Jugendstilvilla aus dem beginnenden 20. Jahrhundert, plätschert ein Flüsschen vor sich hin und von drinnen fällt warmes Licht durch die Scheiben. Der Ort strahlt etwas Beruhigendes aus, so als würde er Schutz bieten vor etwas, egal was das ist. Es ist ein Gefühl von  Geborgenheit, das sich ausbreitet, noch bevor man den ersten Schritt hinein gemacht hat. Merkwürdig, denke ich, und schaue fragend in die meterhohen Wipfel der Bäume, die mit Sicherheit mehr als Hundert Jahre auf dem Buckel haben. Frieden.

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

Buddha und ich

Vom Badehaus zum Ayurveda-Mekka in Deutschland

Mein Zimmer mit der Nummer 411 liegt im 4. Stock des Haupthauses. Von meinem Eckbalkon blicke ich auf den gegenüberliegenden Hang und den später hinzu gekommenen Trakt, der das Thermalbad, die Physiotherapie-, Yoga- und die Anwendungsräume beherbergt.

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Ich sitze beim Abendessen mit Martina Trautner, die seit mehr als 20 Jahren Teil des Parkschlösschens ist und sich sich keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen kann.

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

So geht Dinner im Parkschlösschen

Sie erzählt mir von der Geschichte des Hauses, die zu Beginn des 2o. Jahrhunderts begann, als Traben-Trarbach Kur- und Heilort wurde. Die heutige Inhaberfamilie Preuß hat den Ort Anfang der 90er Jahre entdeckt, ihn aus dem Dornröschenschlaf erweckt und zu dem gemacht hat, was er heute ist. Sie erzählt von den Anfängen des Ayurveda in Deutschland und dem Traum, die Jahrtausende alte Heilmedizin aus Indien in der Heimat zugänglich und salonfähig zu machen.

Martina Trautner sagt, dass das Parkschlösschen etwas mit den Gästen machen würde. Sie könnte das auch nicht so genau erklären, aber es wäre so. Ich schaue sie ein wenig zweifelnd an. Erst später begreife ich, wie Recht sie damit hat.

Das Geheimnis des Ayurveda Parkschlösschens

Ich habe mich gefragt, was es denn nun eigentlich ist, das das Schlösschen so besonders macht. Ist es das einzigartige, von Harmonie und liebevollem Umsorgen geprägte Ambiente? Sind es die kleinen Aufmerksamkeiten wie die frischen Blumen, die auch im November noch auf den Tischchen auf der Terrasse stehen?

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

Blumen im November

Sind es die Menschen, die ihren Job ganz offenbar lieben und jedem einzelnen das Gefühl geben, hier zu Hause zu sein? Liegt es an der wohltuenden Küche, die bis auf Ghee und Honig mit rein veganen und überwiegend regionalen Produkten auskommt? Macht es tatsächlich einen Unterschied, in einem Ort frei von elektromagnetischen Störungen zu sein, wie es hier der Fall ist? Liegt es daran, man sich für eine Weile komplett der Außenwelt entziehen kann? W-LAn gibt es nämlich nur auf Anfrage.

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Rezitation der Veden als Beruhigung für das Nervensystem

Was hat es mit dem hauseigenen Radiokanälen auf sich, auf denen man Mönchen dabei zu hören kann, wie sie die indischen Veden rezitieren? Je nach Tageszeit variieren sie. Die Verse auf Kanal 1 sollen zum Beispiel die Schwingung im Raum reinigen und tatsächlich ist es im Parkschlösschen Gang und Gäbe, sie für eine Nacht laufen zu lassen, bevor ein Zimmer neu bezogen wird. Vor der Bettruhe wird empfohlen, den Kanal 3 einzuschalten: ab 18 Uhr werden Veden rezitiert, die beruhigend auf das Nervensystem wirken und einen guten Schlaf fördern sollen. Und das tun sie.

Ayurveda & Co.

All das gepaart mit der Heilmedizin des Ayurveda machen vermutlich den magischen Cocktail des Parkschlösschens aus. Und natürlich bringt jeder „seins“ mit und mischt sich mit den guten Energien des Hauses.

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Das einzig Dumme an der Sache ist, dass er süchtig macht, dieser Wunder-Cocktail. In 4 Tagen Parkschlösschen kann mehr passieren als in drei Wochen Selbstfindungstrip. So jedenfalls ist es mir ergangen und ich frage mich, wann ich wiederkommen kann. Bald, soviel steht fest.

Eule mit Familienanschluss

Martina Trautner bringt mich zum Auto. „Eins muss ich noch wissen“, sage ich zu ihr. „Ist das wirklich eine Eule, die ich im Park gehört habe?“ „Aber ja“, antwortet sie lachend.“Meine Kollegin und ich haben sie Olivia getauft.“ Eule mit Familienanschluss. Normalität im Ayurveda Parkschlösschen.

 

LINKS:

Ayurveda im Parkschlösschen 

Angebote und Preise 

 

 

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5 gute Gründe für Ayurveda in Deutschland

By 26. November 2016 Deutschland, Mind, Popular Posts, Unterwegs, Wohlfühlen
Ayurveda in Deutschland - Lieblingsflecken - Ayurveda Parkschlösschen

Bringt Ayurveda in Deutschland eigentlich etwas? Gibt es „echtes“ Panchakarma auch in Deutschland? Bringt das was? Und ist es nicht besser, eine Ayurveda Kur dort zu erleben, wo sie herkommt, nämlich in Indien oder auf Sri Lanka?

Ich habe den Test gemacht und durfte Ayurveda in Deutschland im wundervollen Ayurveda Parkschlösschen schnuppern.

Gibt es authentisches Ayurveda in Deutschland? Und wenn ja, wo?

Lange habe ich geglaubt, dass eine Panchakarma Kur am besten in Indien oder auf Sri Lanka stattfinden sollte. An beiden Orten habe ich sie gemacht und jedesmal bin ich absolut zufrieden zurück gekehrt. Allerdings hatte ich zu beiden Gelegenheiten etwas sehr wertvolles im Gepäck, nämlich Zeit!

1. Der Zeitfaktor

In Indien kam ich erst an, nachdem ich mich bereits 5 Tage in Singapur klimatisiert hatte. Nach der Kur hatte ich immer noch Zeit und habe die Reise im wunderschönen Luang Prabang in Laos ausklingen lassen.

Vor der Ayurveda-Kur auf Sri Lanka im letzten Jahr bin ich zuvor für eine Woche über die wunderschöne Insel gereist. Im Anschluss fehlte die Zeit und ja, diesmal hätte ich sie gebraucht, denn kurz vor der Abreise bekam ich einen fiesen Hautausschlag im Gesicht, den ich lieber vor Ort zusammen mit meiner Ayurveda-Ärztin auskuriert hätte. Zum ersten Mal dachte ich: ja, es wäre gut gewesen, jetzt noch einen Zeitpuffer zu haben – oder aber keinen Langstreckenflug mehr vor mir zu haben.

2. Nachhaltig entgiften

Meine Ayurveda Expertin Monika Leonhard aus Niederhöchstadt bei Frankfurt kennt sich seit Jahrzehnten bestens aus mit der „Wissenschaft vom Leben“. Lange Jahre ist sie nach Indien gereist und hat dort im größten Ayurveda-Zentrum Indiens, dem Atmasantulana- Village bei ihrem Lehrer Dr. Shri Balaji També gekurt und gelernt.

Inzwischen bleibt sie in Deutschland. Warum?

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Ayurveda – nur ein neuer Trend?

By 14. November 2016 Food, Mind, Popular Posts, Wohlfühlen, Yoga
Früchteparadies Sri Lanka

Klar, mit Ayurveda kann man auch abnehmen. Doch die 5.000 Jahre alte Wissenschaft aus Indien ist so viel mehr als nur ein neuer Diät-Trend.

Die Mutter der Medizin

Das Wissen über die ayurvedische Medizin soll der Legende nach von himmlischen Heilern an meditierende Asketen aus dem Himalaya weitergegeben worden sein. Das Alter der ersten schriftliche Aufzeichnungen wird auf 5.000 – 3.000 Jahre v. Chr. geschätzt. Ayurveda ist wohl die älteste Gesundheitslehre der Welt.

Ayur-veda: Die Weisheit vom langen und gesunden Leben

Ayus = Leben 

Veda = Weisheit 

„Die Mutter der Medizin“ hat das Ziel, Gleichgewicht in Körper und Geist sicher zu stellen. Die Weisen von damals haben scharf beobachtet und herausgefunden, dass der Mensch nur dann gesund bleibt, wenn er sich in Balance befindet. Wir nennen das heute, in der inneren Mitte sein. Die passende Diät im Sinne von Ernährungsweise ist dabei nur ein Teil.

Diät vom Leben

Die meisten Menschen leben heute leider ein Leben auf der Überholspur und scheren sich erst um ihre Gesundheit, wenn sie erste Anzeichen von Krankheit bemerken.

Ayurveda - Diät-Trend - Ayurveda Parkschlösschen - Lieblingsflecken

Die Doshas und ihre Elemente

Die Elemente und die Doshas

Im Ayurveda gibt es drei Doshas oder Konstitutionstypen.

  • Vata 
  • Pitta 
  • Kapha

Die drei Doshas sind den Naturelementen Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde zugeordnet.

Vata – Raum & Luft

Menschen mit Vata-Dosha sind entsprechend „bewegt“  und luftig in Geist und Körper. Sie sind häufig sehr kreativ und haben tausend Ideen, mit der Umsetzung hapert es allerdings oft. Ihr Körperbau ist oft zierlich und dünn, ihr Appetit unregelmäßig, ebenso die Verdauung. Vatas können das Essen komplett vergessen und erinnern sich erst daran, wenn sie sich schlapp fühlen vor Hunger.

Vata-Typen sind schnell von Dingen begeistert und gehen mit voller Kraft ans Werk, verlieren jedoch unterwegs die nötige Energie. Sie sollten ganz besonders auf einen geregelten Tagesablauf und regelmäßige Mahlzeiten achten. (Was ihnen schwer fällt, ich weiß, wovon ich rede. 😉 )

Vata-Störungen äußern sich durch innere Unruhe, Nervosität, Sorgen, Angespanntheit und Rastlosigkeit. Im Körper zeigt sich eine Vata-Störung zum Beispiel durch knackende Gelenke, sehr trockene oder schuppige Haut, Gewichtsverlust oder Kältegefühl.

Pitta – Feuer & ein bisschen Wasser

Pitta-Typen haben eine Menge Feuer in sich, sind willensstark und gehen strukturiert zu Werk. Ihr Verdauungsfeuer, auf Sanskrit „Agni„, lodert förmlich ununterbrochen. Sie sind die klassischen Allesverwerter und werden ungemütlich, wenn sie Hunger haben. Eine Diät in puncto Essen müssen diese meistens sehr sportlich aktiven Zeitgenossen so gut wie nie halten. Ihnen würde Entschleunigung gut tun.

Ihr Körperbau ist häufig athletisch und ihre Willenskraft ausgeprägt. Pittas haben selten das Bedürfnis, Pausen einzulegen weil ihr Energielevel hoch ist.

Pitta-Störungen äußern sich in aggressivem, aufbrausendem, ungeduldigem Verhalten und Hitze im Körper. Pitta-Störungen können zu Hautausschlag, Schuppenflechte und Entzündungen führen. Sie sind anfällig für Burn-Out, da sie sich über ihre Grenzen hinaus fordern.

Kapha – Erde und Wasser

Ein Kapha Mensch genießt gern, liebt das Essen und wäre als Tier vermutlich Balu der Bär aus dem Dschungelbuch.

Kapha-Menschen wirken meistens anziehend auf andere, denn sie strahlen Ruhe und Geborgenheit aus und besitzen eine sinnliche Ausstrahlung. Ihr Haar ist meistens voll und/oder gewellt und ihr Körperbau kann, muss aber nicht kompakt sein.

Kapha-Typen verfügen über ein eher schwaches Verdauungsfeuer. Weil sie trotzdem gern essen, kann Übergewicht die Folge sein. Das stört einen Kapha jedoch nicht: er geniesst lieber als Diät zu halten und nimmt ein paar Pfunde zuviel in Kauf.

Kapha-Menschen besitzen die nötige Ruhe und Ausdauer, um auch Routineaufgaben mit Freude zu erledigen.

Kapha-Störungen zeigen sich in Antriebslosigkeit bis hin zur Lethargie, Überessen und zuviel Schlaf. Körperlich kommt es bei Kapha-Störungen zu Schleimbildung, die sich z.B. in einer Erkältung oder Nebenhöhlenentzündung äußern kann. Schleimbildende Nahrung wie Milchprodukte oder auch Bananen sollten beispielsweise reduziert werden.

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Vaza-Dosha: Wind und Raum

Prakriti – die Urkonstitution

Laut dem Ayurveda kommt jeder Mensch mit einer Ur-Konstitution auf die Welt. Auf Sanskrit heißt sie Prakriti und bleibt ein Leben lang.

Wenn die Doshas ins Ungleichgewicht geraten

Weil alles in der Natur sich ständig verändert, verändern sich auch die Gewichtungen der Doshas je nach  Lebensphase und Lebensstil. Das ist ok.

Schwierig wird es, wenn es zu Störungen kommt und der Mensch das innere Gleichgewicht dauerhaft verliert. Die Störung heisst auf Sanskrit „Vikuti„. Übersetzt bedeutet es, das, was man ausgleichen möchte. Vikuti verursacht nach der Wissenschaft des Ayurveda alle Krankheiten.

Vikuti – die Störung

In unserer heutigen Zeit geraten bei den meisten Menschen das Vata- und Pitta-Dosha ins Ungleichgewicht. Beide sind in der Regel mehr oder weniger stark erhöht. Unser von dem Streben nach immer „höher, schneller, weiter“ geprägten Zeitgeist trägt daran seinen Anteil.

Die Folgen sind empfundener Zeitmangel und daraus resultierender Stress, einhergehend mit schlechter Ernährung, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, dem Gefühl der Überforderung und im schlimmsten Fall sogar Burn-Out und depressiven Tendenzen.

Welcher Konstitutionstyp bin ich? 

Meistens finden sich Mischtypen aus zwei Doshas, seltener ist der Tridosha-Typ, bei dem alle drei Doshas gleichermaßen ausgeprägt sind.

Zur ersten Orientierung gibt es einige Online-Tests, die eine eingehende Untersuchung bei einem  ausgebildeten Ayurveda-Arzt jedoch nicht ersetzen können. Insbesondere die Zungen- und Pulsdiagnose spielen eine ausschlaggebende Rolle.

Panchakarma – die Reinigungskur im Ayurveda

Die meisten Menschen suchen einen Arzt erst dann auf, wenn sie bereits krank sind. Die ayurvedische Reinigungskurmehr dazu in meinem Artikel über Panchakarma  – nutzt Ölmassagen, Einläufe, Spülungen, Bewegung wie Yoga, Meditation und vor allem die richtige Ernährung, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und Krankheiten zu heilen und vorzubeugen. Je nach Störung werden die Anwendungen individuell angepasst.

Ayurveda Sri Lanka Surya Lanka

Wenn schon Pillen, dann wenigstens natürlich. Kräuterschrank im Surya Lanka auf Sri Lanka

Eigenverantwortung statt Pillen schlucken

Ayurveda pocht von jeher auf die Verantwortung für das eigene Leben: Jeder ist seiner eigenen Gesundheit Schmied und hat die Aufgabe, pfleglich umzugehen mit diesem Körper, den wir für die Zeit auf dieser Erde geschenkt bekommen haben.

Ayurveda ist keine Pille, die man mal eben einwirft sondern Prävention, für die es Eigeninitiative braucht. Klingt schwierig? Ist es nicht.

Verbote? Nicht im Ayurveda!

Ein Glas Wein im Kreis von Freunden? Appetit auf Fleisch? Der Kuchen am Nachmittag? Alles gut, so lange das, was für die eigene Konstitution empfohlen wird, an allen anderen Tagen im Jahr mehr oder weniger eingehalten wird. Im Ayurveda gibt es keine Verbote und Hunger schon gar nicht.

Im Vordergrund steht – im Gegensatz zu einer Diät – immer die Lebensfreude und keine dogmatischen Regeln, die nach kurzer Zeit niemand mehr einhalten mag.

In der Küche im Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach stand dieser Spruch von Hippokrates an der Wand:

Let good food be your medicine.

 

Ist Ayurveda nun eine Diät?

Ayurveda ist aus meiner Sicht zwar eine Ernährungsform, jedoch ganz sicher keine mit Entbehrungen verbundene Diät. Im Gegenteil macht es Spaß zu spüren, was die individuell richtige Nahrung mit einem macht. Das Tolle: Ayurveda kommt ganz ohne dogmatische Regeln aus und keiner muss Hungern. Wir sind, was wir essen.

Wer eine Ayurveda Kur machen möchte, hinterlässt mir einfach unten seine Fragen. Gerne erzähle ich Euch von meinen Erfahrungen aus Indien, Sri Lanka und Deutschland.

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Iss, was Dir gut tut!

 

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Put on your BLUE MIND! Wie die Nähe zum Wasser das Gehirn verändert

By 3. November 2016 Mind, Popular Posts, Wohlfühlen
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Für mich ist das „Blue Mind“ wie eine Eintrittskarte zu dem Zustand, den die Yogis und wohl so gut wie jeder Mensch gern erreichen möchten: der Zustand, in dem die Gedankenwellen zur Ruhe kommen.

Yoga città vritti nirodah.

Yoga Sutra 1.2.

 

Wäre es nicht schön, wenn der Kopf einfach mal Ruhe geben würden? Wenn wir die Gedanken für eine Weile abschalten könnten?

Es gibt Hoffnung, denn Neurowissenschaftler, Psychologen und Glücksforscher haben sich mit den positiven Auswirkungen der Nähe zum Wasser befasst. Sie bestätigen das, was wir schon immer geahnt haben: am Wasser sein macht glücklich!

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Wissenschaftlich erwiesen: am Wasser sein macht glücklich

Wallace J. Nichols lebt in Kalifornien in der Nähe von San Francisco und er ist Meeresbiologe. Jeden Tag schwimmt er mehrere Kilometer im Meer und das nicht nur aus Berufsgründen, sondern weil er festgestellt hat, dass das seine Glückshormone ordentlich inspiriert.

Wallace spricht in diesem Zusammenhang vom „Blue Mind“, einem positiven Geisteszustand, der sich aus der blossen Nähe zum „blauen“ Wasser ergibt.

Einfach mal abtauchen

Wer regelmäßig schwimmt, tut seiner Gesundheit Gutes. Es bringt den gesamten Organismus in Schwung und verbrennt ordentlich Kalorien. Jede Bewegung im Wasser muss gegen einen Widerstand ausgeführt werden und der Energieumsatz ist hoch. Schwimmen vereint alle Vorteile eines Ausdauersports: Neben der Muskulatur werden auch die Lungenfunktion, Ausdauer und Herz trainiert. Der Stoffwechsel wird verbessert, das Immunsystem gestärkt und durch die Auftriebskraft des Wassers werden Bänder, Sehnen und Gelenke entlastet. Die Verletzungsgefahr ist für diese Körperteile gering.

Meerwasser entgiftet den Körper zusätzlich, denn das Salz entzieht ihm toxische Stoffe, die sich durch Nahrung oder sonstige Umweltbelastungen ablagern können.

Peace of Mind oder: einfach mal abschalten

Unserem Gehirn reicht es schon, wenn wir einfach nur auf das Wasser schauen. Nichols schreibt: „Während einerseits alles statisch erscheint, verändert es sich doch permanent.“ Im Gegensatz zu Chaos im Kopf durch das Bombardement an elektronischer Datenflut schenkt die Nähe zum Wasser Ruhe.

„Peace of mind“ ist der englische Ausdruck, „Frieden im Gehirn“. Veränderung, so Nichols, geschieht am Wasser subtil und langsam: hier eine Welle, dort ein Segelboot und am Horizont eine Möwe. Das ist der krasse Unterschied zu tausenden von Eindrücken in Form von Bildern und Worten und tut unserem Gehirn ungemein wohl.

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Meditative Wirkung von Wasser

Wer schon einmal am Strand saß und nichts anderes getan hat als dem Wellenschlag zu lauschen weiß, dass Wasser eine beruhigende, beinah hypnotische Wirkung besitzt. Das Geräusch von Meereswellen wirkt positiv auf unsere Gehirnwellen und fördert meditative Zustände.

In meinen ersten zwei Monaten auf Mallorca habe ich in einer winzigen Wohnung direkt am Meer gewohnt und bin mit dem Meeresrauschen eingeschlafen und aufgewacht. Ersteres war leichter. 😉 Spaß beiseite. Das Meditieren am Morgen mit nichts als dem Wellenschlag als Geräuschkulisse ist mir noch nie so leicht gefallen.

Nah am Wasser sein macht kreativ

Am Wasser schaltet unser Gehirn vom Funktions- in den Entspannungsmodus um und das ist praktisch. Denn nur wenn die Millionen von Gedanken zur Ruhe kommen, können wir das Unterbewusstsein und damit unsere kreative Quelle anzapfen. Ich persönlich habe nach Meditationen selten soviel aufgeschrieben wie nach denen am Wasser und speziell am Meer.

Wasser macht zufrieden

Zufriedenheit bedeutet, innerlich ausgeglichen zu sein und nichts anderes zu verlangen, als das, was gerade ist. Es bedeutet, mit den gegebenen Verhältnissen, Leistungen oder ähnlichem einverstanden zu sein und nichts auszusetzen zu haben. Zugegeben, es ist nicht leicht, einen solchen Zustand und schon gar nicht auf ewig zu erreichen. Doch es ist bewiesen, dass die Nähe zum Wasser die Zufriedenheit fördert. Der Glücksatlas der Deutschen Post verortet die glücklichsten Deutschen seit vielen Jahren im Norden, dort wo das Wasser nah ist.

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Die Kraft der negativen Ionen

Unsere modern geprägte Umwelt ist überladen mit positiven Ionen. Diese Elektroteilchen werden zum Beispiel von elektronischen Geräten wie Computern, Handies, Mikrowellen & Co. ausgespuckt. Positive Ionen ziehen unsere natürlich Energie in den Keller während negative Ionen wie ein Booster auf unsere Lebensenergie wirken. Die negativen Ionen finden sich in der Natur, im Grünen und besonders am Wasser.

Im Yoga wird die Lebensenergie Prana genannt und Pranayama sind die speziellen Übungen, um den Atem zu kontrollieren. Den Yoga-Gurus war vermutlich nicht viel über negative Ionen bekannt, jedoch spürten sie ihre wohltuende Wirkung und erkannten, dass die Kunst der tiefen, rhythmischen Atmung im Freien Gesundheit und Lebensdauer positiv beeinflusst. Alte Schriften der Yoga-Lehre besagen, dass ein Schüler in der Nähe eines Wasserfalls, in einer Höhle oder in einer Höhle unter einem Wasserfall trainieren sollte, um seinen Körper und Geist durch Atmung zu perfektionieren.

FAZIT: raus in die Natur, ab ans Wasser – und tiiiiief atmen! 

Übrigens wirkt auch ein Spaziergang in der Natur wahre Wunder, insbesondere, wenn noch ein Bach oder See in der Nähe ist. Einfach mal inne halten, den Gedanken Urlaub geben und tief durchatmen.

 

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Abstecher in den Westen: am Meer entlang nach Valldemossa

By 27. Oktober 2016 Europa, Mallorca, Popular Posts, Unterwegs
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Was haben die Inselheilige Santa Catalina, die französische Schriftstellerin George Sand, Frédéric Chopin und Michael Douglas gemeinsam?

Sie alle schwärm(t)en für Valldemossa, den pitoresquen Ort an Mallorcas Westküste, den Touristenmagnet schlechthin, wie ihn der Spiegel kürzlich betitelte. Ich wollte sehen, was es damit auf sich hat. Und bin hingefahren.

Auf dem Weg nach Valldemossa - Mallorca - Lieblingsflecken

Entlang der Küste nach Valldemossa

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Entlang der Küste nach Valldemossa

Auszeit im Westen

Für mich ist Auszeit, wenn ich in den Westen fahre. Damit meine ich den Westen von Mallorca, genauer gesagt das Tramuntana Gebirge mit seinen Gipfeln, dessen höchster der Puig Major mit 1.445 Meter ist. Im Winter, so habe ich mir sagen lassen, fällt auf dieser raueren Seite der Insel manchmal Schnee und Autofahrer werden angewiesen, ihren Autos Schneeketten anzulegen. Schneeketten auf Mallorca? Ja, das ist kein Witz.

Heute strahlt die Sonne vom blauen Himmel und wie immer, wenn ich auf der Autobahn Richtung Palma fahre, kommt da dieser Moment, wenn die Stadt und die blaue Bucht sich zum ersten Mal zeigen. Jedes Mal wieder atme ich einmal tief durch und denke: was für eine Schönheit, einfach so da.

Am Meer entlang von Palma nach Valldemossa

Die Straße M1 schlängelt sich vorbei an Palmanova und Perugia und wird bei Andratx zur M10, die direkt am Meer entlang führt. Zwischen Estrellencs und Banyalbufar liegt der Aussichtspunkt „Torre del Verger“, der unbedingt einen Stopp lohnt. Eine schmale Eisenleiter führt hinauf auf den Sandsteinturm, von dessen Plattform der Blick erhaben über das weite Meer schweift. Unten tuckern Boote vorbei und malen ihre Bugwellen ins Blau, winzig sehen sie aus von hier oben.

Auf dem Weg nach Valldemossa - Mallorca - Lieblingsflecken

Winzige Punkte im blauen Meer

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Turm mit Aussicht

Port de Canonge – Abstecher ins Nichts

Wer genug Zeit hat, macht einen Abstecher nach Port de Canonge und trinkt einen Café con leche bei Toni im Ca’n Toni Moreno. Zur Mittagszeit unbedingt Fisch essen, denn den bereitet er ausgezeichnet zu.

Die Fahrt dorthin dauert länger als vermutet, denn nur eine schmale Serpentinenstraße führt hinunter. Unten im Port gibt es einen kleinen Sand-Kies-Strand und einen Parkplatz, ansonsten ein paar Strandhäuser und das Restaurant von Toni Moreno. Mehr nicht. Wer runter kommen will, ist hier bestens aufgehoben. Wie es hier in der Nebensaison zugeht, mag ich mir kaum vorstellen.

Auf dem Weg nach Valldemossa - Mallorca - Lieblingsflecken

Einziges Restaurant in Port de Canonge

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Strand von Port de Canonge

Valldemossa, Michael Douglas, George Sand und Chopin

Wie anders präsentiert sich da das Örtchen Valldemossa. Spätestens seit Michael Douglas mit Ehefrau Catherine im Jahr 2000 in seiner Nähe ein Anwesen erwarben und Bilder der beiden in Valdemossa um die Welt gingen, ist der Ort so ziemlich jedem ein Begriff. 1,2 Millionen Besucher kommen im Schnitt jährlich in  die 2.000 Seelengemeinde und wandeln auf den Spuren von Michael, Catherine, George Sand und Frédéric Chopin.

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Santa Catalina

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Valldemossa – Postkartenansicht

Kloster Catuja de Jesús Nazareno

Die Schriftstellerin Sand und der an Tuberkulose erkrankte Komponist Chopin verbrachten hier im Jahr 1838/39 einen tristen, offenbar furchtbar kalten Winter in dem dick ummauerten Kartäuserkloster „Catuja de Jesús Nazareno“, das heute Anziehungspunkt Nummer eins für jeden Besucher ist.

Das Buch „Winter auf Mallorca“ schildert George Sands Eindrücke von dieser Zeit. Eimal beschreibt sie Mallorca als eine „abgelegene, unterentwickelte Insel mit schlechten Wohnverhältnisse und einer einfachen Esskultur.“ Das hat sich gewaltig verändert.

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Gassen von Valldemossa

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Im Ortskern von Valldemossa

Valldemossa anno 2016

Allein 27 Restaurants meldet Trip Advisor, hinzu kommen Cafés und Panaderias, 13 Hotels und zahlreiche weitere Unterkünfte, die auf AirBnB zu finden sind.

Jeden Sonntag zwischen 8:00 Uhr und 13:00 Uhr preisen Mallorquiner  und Zugereiste ihre Waren auf dem Wochenmarkt an. Es gibt eine typische süße Delikatesse, die sich Coca de Patata nennt. Sie besteht aus Kartoffeln, Eiern und Zucker und wird in einer gefetteten Form gebacken. Optisch ähnelt sie einer Mischung aus Berliner und Milchbrötchen. Angeblich kann sie nur ein einziger Bäcker im Ort  nach  traditionellem Rezept backen. Welcher das ist? Schwer zu sagen, behaupten tun es nämlich alle von sich.

Rein kulinarisch hat sich definitiv reichlich getan seit dem Jahr 1839. Die Coca de Patata ist trotzdem nicht mein Ding. Beim Biss in das Zwischending von Berliner und Milchbrötchen gerate ich nicht ins Schwärmen. Ausprobieren!

Sant Bartomen, Kopfsteinpflastergassen, Blumenschmuck

Ich glaube, die Dorfbewohner mögen ihre kleine Stadt. Denn aufgeräumt ist es hier, sauber, ordentlich, es duftet nach Blumen und Gebirgsfrische. Ich kann nachvollziehen, warum Valldemossa als romantisch und liebenswert gilt. Mich empfängt es warm und offen und ganz und gar nicht überlaufen. Im Gegenteil wirkt es eher verschlafen um diese Nachmittagsstunde, die den Mallorquinern vielerorts immer noch als Siesta dient.

Ich schlendere durch die schmalen Gassen, die sich rund um die Kirche „Sant Bartomeu“ winden, vorbei an schmalen Stadthäusern, die zum Teil aus dem dem 16. Jahrhundert stammen sollen. Ihre Steine und Mauern hätten sicherlich viel zu erzählen von den alten Zeiten, lange bevor Valldemossa zu einer Touristenattraktion wurde.

Bunte Blumen in Töpfen und Kästen verzieren Hauswände und Fenster, knallrote und pinke Drillingsblumen recken ihre prallen Blüten der Sonne entgegen. Hier und da gedeihen Orangen- und Zitronenbäumchen.

Das berühmte Kartäuserkloster „Catuja de Jesús Nazareno“ hat bis heute nichts von seiner imposanten Erscheinung verloren. Die Stille in seinem Innern überträgt sich magisch auf jeden Besucher. Ein verwunschner Ort, immer noch.

Valldemossa mag ein Touristenmagnet sein, doch von seinem Charme hat es trotzdem nichts verloren. Wer kann, besucht das Dorf im Oktober, März, April oder Mai – bevor die Kreuzfahrgäste und alle anderen Mallorcabesucher kommen.

Valdemossa - Mallorca - Lieblingsflecken Valdemossa - Mallorca - Lieblingsflecken

LINKS:

Hinkommen:

Schneller geht es über die MA110. Von Palma dauert der Weg dann nur circa 30 Minuten.

Allgemeine Infos

Übernachten 

 

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