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Katharina

Die perfekte Reiseplanung: Wo, wann, wie lange und wieviel?

By 9. Mai 2017 Unterwegs
Die perfekte Reiseplanung - Lieblingsflecken

Jeder Ort dieser Welt hat sein ganz eigenes Flair, erlaubt Einblicke in die Kultur und Lebensweise der heimischen Menschen, kann entspannen, Abenteuer sein oder bilden. Meist ist es eine Mischung aus allem. Aber eine Reise will grundsätzlich gut geplant sein, insbesondere dann, wenn es ins Ausland geht. Und damit meine ich nicht Mallorca. 😉

1. Wohin soll’s denn gehen?

Einmal im Leben nach Venedig reisen, die wilden Weiten der Mongolei sehen, China entdecken oder endlich das Haus in Montevideo sehen. Heute ist das alles möglich. Nur entscheiden müssen wir uns selbst.

Venedig – die ganze Stadt? Oder ausgewählte Ziele, die sich an einem Wochenende erkunden lassen? Mongolei: Ist Ulan Bator interessant, oder soll es per Treck durch die Steppen gehen? China hat mit Shanghai, Hong-Kong, Peking und Guilin ganz unterschiedliche Reiseziele zu bieten, die nicht nur hunderte Kilometer voneinander entfernt liegen, sondern unterschiedliche Klimazonen haben.

Also: Wohin soll die Reise gehen? Das Ziel sollte so genau wie möglich festgelegt sein und wenn die Entscheidung getroffen ist, schwöre ich noch immer auf die guten alten Reiseführer. Wer es kulturell und historisch gut aufgearbeitet mag, schaut nach den Büchern des Verlags Baedeker. Wer eher auf leichte Kost und hippe Geheimtipps aus ist, wird sich mit Marco Polo anfreunden können. Abenteurer lieben die Reiseführer des Lonely Planet.

Wann ist die beste Reiszeit? Wann hast Du Zeit?

Wer in Sommer nach Venedig möchte, muss sich auf Touristenmassen gefasst machen. Vielleicht ist eine Kurzreise im späten Herbst doch entspannter? In der Nebensaison ist es in der Stadt nicht nur kühler, sondern auch kostengünstiger und weniger überfüllt. Das „wann“ in der Reiseplanung hängt also eng mit dem „wo“ zusammen.

Grundsätzlich gilt: wenn in der nördlichen Hemisphäre Sommer ist, haben Australien, Brasilien und Argentinien gerade Winter und umgekehrt. Sommerhitze ist an vielen Orten unangenehm, winterliche Eiseskälte aber auch. Und natürlich dürfen die üblichen Ferienzeiten nicht außer Acht gelassen werden. Hat ganz Mitteleuropa Sommerferien, sind die meisten Reiseziele eher unangenehm voll und Preise für Flug und Hotel steigen utopisch an. Für die Ferienzeiten sollten die Flüge und Hotels dementsprechend am besten im Voraus gebucht werden, um noch gute Preise zu ergattern. Am besten benutzt ihr eine Hotelsuchmaschine, um das geeignete Hotel zu finden und automatisch verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen. Für die Flugbuchung eignet sich Skyscanner sehr gut.

In den Ferienzeit sollten Stau, Warteschlangen vor den Sehenswürdigkeiten, hohe Preise und schwierige Parkplatzsuche eingeplant werden. Wer das nicht will, reist in der Nebensaison.

Städtereise oder Beach-Holiday?

Städtereisen sind gut an verlängerten Wochenenden unterzubringen. Stockholm, Rom, Oslo, Mailand, Barcelona, Marseille oder Wien lassen sich einfach zwischen Freitag und Montag bereisen. Wer mit dem Fahrrad durch Patagonien touren will, muss ganz anders planen und mehr Zeit einrechnen. Der Abreiseweg spielt in dieser Hinsicht auch eine Rolle. Denn wer einen ganzen Tag lang mit dem Auto unterwegs ist, hat wenig Lust auf Stadttour. Städtereisen innerhalb Europas lassen sich per Bahn gut organisieren. Da darf sich das grüne Gewissen auch freuen.

Das eigene Auto entspannt nicht unbedingt und Flugreisen sind oft kosten- und zeitintensiv. Bei Fernreisen geht es meist nicht anders als per Flieger, alles andere dauert einfach sehr, sehr lang.  Rechtzeitig zu buchen und zu planen macht die Reise günstiger, bei Langstreckenflügen beispielsweise ziehen die Preise erfahrungsgemäß etwa drei Monate vor dem Abreisedatum kräftig an. Und bitte denkt an eine Reiserücktrittsversicherung. Mir ist es einmal passiert, keine abgeschlossen zu haben und ich habe viel Geld dadurch versenkt. Das muss nicht sein. Und übrigens: Wenn eine Stadt gefällt, kann sie auch in mehreren Kurzreisen besucht werden!

Das liebe Geld

Wer viel Programm einplant, Ausflüge macht, Eintritte und öffentliche Verkehrsmittel zahlen muss, für den kann Reisen kann teuer werden. Sich rechtzeitig zu informieren hilft: was kostet wieviel, am besten  einen Plan aufstellen, was man wirklich machen möchte und ausrechnen, wieviel Budget für jeden Tag anfällt. Lieber etwas mehr als zu wenig einplanen, auch wenn sich das erst einmal nach Arbeit und nicht nach Urlaub anhört.

Auch daran denken, dass nicht überall Euro akzeptiert werden: Geld tauschen kann man zu relativ günstigen Konditionen bei der Hausbank. Auch ein Konto bei einer der Direktbanken zu eröffnen kann helfen: Die kommen oft mit einer Kreditkarte, die weltweit an den Automaten genutzt werden kann. Das spart den Ärger, immer genug Bargeld dabeihaben zu müssen.

Und dann heißt es: rechtzeitig anfangen, Geld beiseite zu legen.

Da war doch noch etwas …

Achtung, keine Reise ohne gültige Reisedokumente. Für Reisen innerhalb der EU reicht der Personalausweis, für alles andere braucht es einen Reisepass. Der wird im Bürgeramt oder Rathaus eurer Stadt ausgestellt, kostet Geld und braucht zwischen zwei und acht Wochen. In manchen Ländern benötigt ihr zusätzlich ein Visum und Schutzimpfungen. Die Seiten des Auswärtigen Amtes geben einen ersten Überblick.

Und dann viel Spaß beim Reisen und bitte das Wohlfühlen dabei nicht vergessen! 🙂

Comments welcome! Fehlt was? Noch irgendwelche Tipps?

 

 

+++ In Zusammenarbeit mit Netzsieger +++

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Mallorca romantisch: Eine Nacht im Fischerhäuschen

By 5. April 2017 Mallorca, Mind, Popular Posts, Unterwegs
Fischerhäuschen Cala Llmobards Mallorca

Manche Orte kann es eigentlich gar nicht geben. Sie sind zu schön um wahr zu sein. Zu romantisch, zu pittoreske und, in diesem Fall, aus der Zeit gefallen. Die scheint einfach stehen geblieben zu sein.

Ich habe das Fischerhäuschen schon oft gesehen, wenn ich morgens zum baden gehe in das türkisblaue Meer der Cala Lombards. Wer es sich fragt: nein, sie ist kein Geheimtipp mehr, aber jetzt, in der Vorsaison auf Mallorca bleibt sie einsam. Jedenfalls dann, wenn es dunkel wird und der klare Sternenhimmel sich unter dem schwarzen Firmament ausbreitet und ich ein bisschen an den Sternenhimmel Afrikas erinnert bin und doch kein bisschen Sehnsucht spüre. Genau hier und genau jetzt ist es richtig.

Romantik pur in der Cala Lombards

Freunde haben das Fischerhäuschen auf AirBnB entdeckt. Jeder kann es mieten. Jeder, der auf Strom und fliessendes Wasser verzichten kann, der ein Kaltduscher ist und keine Wassertoilette braucht und der in der Lage ist, einen Kamin  zu befeuern. Der ist nämlich neben der Sonne vom Tag die einzige Wärmequelle. Ausserdem gibt es keinen direkten Zugang zum Haus ausser den zu Fuss und beladen mit den Lebensmitteln, die man meint, zu brauchen. Ein paar Flaschen guten Wein, Brot, Schinken, Käse, Oliven und Tomaten. Zum Frühstück Orangen aus Mallorca für den morgendlichen Saft und Eier, die über dem Bunsenbrenner-Herd gerührt werden können.

Change your perspective once in a while

Ich muss nicht schwärmen von den kühlen Abenden auf dem winzigen Balkon, der mir die Perspektive der Cala Llombards verdreht. Einfach mal die Perspektive wechseln, denke ich, so einfach ist das. Plötzlich sieht alles ganz anders aus, nicht wie der Ort, den ich schon so oft vom Strand gesehen habe. Selbst das Baden fühlt sich anders an, wenn ich von den algenbewachsenen Steinen in das kühle Wasser rutsche. Auf die Seeigel soll ich aufpassen, die sich gerne in den Ritzen der Steine verstecken. Es geht alles gut. Kalt ist das Wasser um diese Jahreszeit noch, den Kopf stecke ich noch nicht hinein. Ich schwimme bis zum Ende der Bucht durch die sich abwechselnden Farben von türkis. Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, die letzten Sonnenstrahlen brechen durch ein paar wenige Wolken.

Wieder an Land friere ich ein bisschen und vermisse für einen Moment die warme Dusche. Aber es ist nur ein winziger Moment.

Dann sitze ich oben auf unserem Aussensitz, vor mir eine Flasche Rotwein und Gläser, Oliven und Käse und frage mich, was es Schöneres geben kann auf dieser Welt. Dabei ist das hier so einfach wie nur was.

Es gibt oben nur einen Schlafraum mit einem winzigen Fensterchen, das winzige „Wohnzimmer“ mit Kamin zur Terrasse hin, die Terrasse selbst, auf der vier Leute gerade genug Platz haben und unten den Teil, in dem früher das Fischerboot schlummerte, wenn es nicht im Wasser lag. Jetzt steht dort auf abschüssigem Stein ein langer Holztisch mit ein paar Stühlen, noch ein paar Werkzeuge und Tampen liegen herum und eine kleine Küchenzeile dient mehr als Ablage als als Herd.

Früher war’s ein Fischerhäuschen

Und wisst ihr was? Es ist sowas von egal. Ein bisschen frieren? Nur das Feuer als Wärmequelle? Nachts raus gehen auf eine Trockentoilette? Ein Bunsenbrenner als Herd? Nein, es fehlt an nichts, im Gegenteil: es ist alles da. Und viel mehr.

Wer die Erfahrung machen möchte, schaut hier bei AirBnB vorbei. Mein Tipp ist die Nebensaison, auch wenn baden dann eher was für die Harten ist. Aber hey, Weicheier kommen hier sowieso nicht her. 😉

Blick auf die Cala Llombards

Fischerhäuschen Cala Llmobards Mallorca Bucht

Letztes Bild und Beitragsbild: AirBnB

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Meet Jenni, neue Lieblingsflecken Gastautorin

By 6. März 2017 Popular Posts
Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsfleckenen

Es gibt News! Ab sofort ist Jenni Dockweiler als neue Gastautorin auf den Lieblingsflecken an Bord und versorgt uns mit Reise- und Lebens-Erlebnissen aus Nah und Fern.

Wir kennen uns aus unserer gemeinsamen Agenturzeit in Frankfurt, sie damals schon aktiv für Thailand im schönen Asien und ich für Namibia im weiten Afrika auf der anderen Seite der Weltkugel.

WELCOME JENNI, unsere neue Gastautorin auf den Lieblingsflecken!

Jenni ist ein Kind der 90er, reisesüchtig mit nordhessischen Wurzeln (was ihr in der Agentur den Spitznamen „Nordhessen“ eingebrockt hat), Thailand erprobt,  Backfan mit Faible für Kalorienbomben, leidenschaftlichere Sängerin und Musikerin und ganz sicher eine großartige Bereicherung für Euch und mich und die Lieblingsflecken sowieso.

This is…

Hi, mein Name ist Jenni, ich bin 26 und komme aus Frankfurt, bin gelernte PR-Beraterin und Reisefan – und jetzt als Gastautorin auf den Lieblingsflecken unterwegs. Ich erzähle Euch ab sofort regelmäßig von meinen persönlichen Lieblingsflecken, zeige Euch Bilder und berichte über das, was das Leben mir sonst noch so vorsetzt.

Weltenbummlerin seit 2015

Ich habe zwar eigentlich schon immer gerne neue Länder und fremde Kulturen besucht, bin aber erst Ende 2015 zum „richtigen Weltenbummler“ geworden. Aus beruflichen Gründen und, zugegeben, der Liebe wegen bin ich nach Thailand gezogen. Thailand wird daher mein Steckenpferd auf den Lieblingsflecken sein – wenn Du also Fragen hast, vor allem zum südlichen Teil des Landes und zu Bangkok, helfe ich Dir natürlich gerne weiter!

Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsfleckenen

Elephanten-Annährung: Elephant Hil

Von Nordhessen die Welt erobern

Bevor es mich Anfang 2017 nach dem Abenteuer Südostasien wieder in meine südhessische Heimat gezogen hat, war ich als freiberufliche Texterin unterwegs und habe deshalb viele ziemlich tolle Ecken der Welt bereisen können, zum Beispiel die Philippinen, die US-amerikanische Ostküste, Kanada, Schottland, England und Dänemark.

California dreaming

In diesem Sommer geht es für mich zum ersten Mal nach Kalifornien und Nevada; außerdem werde ich den ein oder anderen Ausflug durch Deutschland unternehmen. Denn es gibt viel zu viele Ecken hier bei uns, die ich noch nie besucht habe – und man muss ja nicht immer in die Ferne schweifen, um tolle Orte und interessante Menschen zu finden. Auf meinem internationaleren Plan für die nächsten Jahre, wobei planen ja immer relativ ist, stehen auf jeden Fall Neuseeland, Schweden und Indonesien.

Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsflecken

Kata Beach Phuket: #easycrazyhappy LIFE! 🙂

Der Traum von der Meeresbiologie – und was daraus wurde

Als ich klein war, wollte ich unbedingt Meeresbiologin werden – was daraus geworden ist, kann ich auch nicht so richtig sagen. Wahrscheinlich haben mich die fiesen naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule irgendwie verschreckt 😀 Ich habe allerdings schon früh meine Begeisterung fürs Schreiben entdeckt und bin so über die Karriereidee Journalistin letzten Endes zu PR und Content Production gekommen. Und nun zum Bloggen auf den Lieblingsflecken.

Hobbies? Backen. Leider… 😉 

Wenn ich zu Hause bin, findet man mich oft in der Küche: Kochen ist zwar so überhaupt nicht meins (Essen leider schon, sagt zumindest die Waage), aber beim Backen kann ich mich wunderbar entspannen und bin ein großer Fan von kleinen Leckereien wie Nussecken oder Muffins. Sehr zur Freude von Arbeitskollegen und Freunden, die zwar immer bestellen, aber am Ende meckern, warum ich denn solche Kalorienbomben mitbringe 😉

In love with… Kakteen?!

Was gibt es noch Interessantes über mich zu wissen? Ich bin Sternzeichen Stier, Hundenärrin, Fußballfan, Kakteenfreundin (alles andere stirbt leider einen gnadenlosen Vertrocknungstod bei mir), Musikerin…und wenn ich ein Tier wäre, wäre ich wahrscheinlich ein Faultier. Der Klassiker eben. Aber zumindest eins, das etwas mehr von der Welt sehen will als nur seinen Baum.

Deshalb freue ich mich drauf,  Euch in nächster Zeit mit zu meinen Lieblingsflecken zu nehmen!

Neue Gastautorin Jenni Dockweiler - Lieblingsflecken

Wet? So what! Niagara Falls

Auf eine gute Zeit voller Reisen, Inspiration und Spaß und Freude ! <3

Let’s rock!

Eure Jenni

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Diese Insidertipps für Südtirol müssen auf die 2017er-Liste!

By 3. Januar 2017 Europa, Mind, Popular Posts, Südtirol, Unterwegs
map-on-tour - Südtirol - MAPeople - Lieblingsflecken

Südtirol, (m)ein kleiner, großer Lieblingsfleck. Zwei waschechte Südtirolerinnen verraten, wo ihr „Landl“ am schönsten ist und wie sie ihre Südtiroler Wurzeln beeinflussen.

Immer etwas anders: Die MAPeople

MA steht für Magdalena und Manuela, People für den „human-touch“, der den beiden Weltenbummlerinnen auch im Business das Wichtigste ist. Ihr Unternehmen MAPeople ist eine kleine, feine Boutique-Hotelberatung mit Sitz in Zürich. Hier kreieren die MAs die etwas anderen Konzepte und Brands für Hotels weltweit.

Die MAs rocken das Leben und – vermutlich auch noch die Welt. 🙂

map-on-tour - Südtirol - MAPeople - Lieblingsflecken

MAPeople aus Südtirol on tour im Café Citta: Manuela & Magdalena

Liebe MAPeople, was schätzt ihr besonders an Eurer Heimat Südtirol?

Wir leben ja schon eine Weile nicht mehr ständig in Südtirol sondern sind allein durch unsere Arbeit auf der ganzen Welt unterwegs. Ein paar Kunden haben wir aber auch in Südtirol und natürlich besuchen wir regelmäßig unsere Familien und Freunde.

Es hört sich vielleicht sehr marketingmäßig an, aber an Südtirol heranzukommen, ist wirklich nicht leicht. Diese paradiesischen Zustände muss erstmal einer nachmachen: die Berge, die Landschaft, die Luft, das gute Essen und die wundervollen Menschen – das ist schon ein toller Mix.

Gerade wenn wir länger nicht zu Hause waren merken wir wieder, wie wunderschön unser Landl ist. Das Zusammentreffen des Alpinen mit dem Mediterranen und des Österreichischen mit dem Italienischen prägt hier einfach alles vom Essen über die Menschen bis hin zum Lebensgefühl. Das ist schon unvergleichlich.

Was uns auch immer wieder auffällt, wenn wir länger nicht da waren, ist Read More

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Nur Mut! 10 persönliche Learnings aus 2016 – für 2017

By 31. Dezember 2016 Mind, Popular Posts, Wohlfühlen
Nur Mut! Learnings für 2017 Mallorca - Lieblingsflecken

Mut habe ich gebraucht im letzten Jahr. Und Zuversicht auch. Jetzt schwebe ich über die verschneiten Schweizer Berge hinweg und finde, dass dies ein geeigneter Moment ist, um auf das Jahr 2016 zurück zu blicken. Ich fliege nach Weihnachten von Deutschland nach Mallorca zurück, an den Ort, den ich als neues zu Hause ausgesucht habe.

Nach dem geschäftigen „Affen“, der im letzten Jahr laut dem chinesischen Horoskop das Leben bestimmen sollte und das in meinem Fall auch eindrucksvoll getan hat, meldet sich nun ab dem 28. Januar der Feuer-Hahn.

2017 – Ein Jahr voller Bewegung

Er soll uns viel Bewegung bringen und ich denke: ach Du Schreck, mir hat die Bewegung in 2016 gereicht. Doch 2017 verspricht einmal mehr ein geschäftiges Jahr zu werden. Diesmal geht es weniger um Veränderung und Loslösung von alten Dingen als viel mehr um den Beginn des Neuen. Da heißt es  Ärmel hochkrempeln und Arbeiten, aber auch Vorsicht vor Blendern, die in dieser Zeit vermehrt auftauchen sollen. Es gilt, genau abzuwägen und direkt und klar zu kommunizieren, auch wenn es weh tut.

Mir scheint, dass da einmal mehr Herausforderungen auf uns zu kommen. Ich schließe mit diesem Rückblick erst einmal mit dem aufregenden 2016 ab.

Das 1. Quartal 2016: Die Ruhe vor dem Sturm

Im letzten Jahr zur etwa gleichen Zeit habe ich geschrieben: „Das Jahr des Affen, so steht es geschrieben, sei der ideale Zeitpunkt, um all die Dinge anzupacken, die wir uns bisher nicht getraut haben. Es sei Zeit die Dinge anzugehen, unnötige Bedenken beiseite zu legen und den gewünschten Wandel selbst herbeizuführen. Selbst die verrücktesten Ideen könnten jetzt Erfolg haben. Risikofreude würde endlich wieder belohnt und alles ist möglich.Die Zeichen stehen also bestens, denn Bedenken abzulegen und mutiger zu werden, das nehme ich mir schon lange vor.“

Voller Tatendrang und voller Mut war ich und hatte, zum Glück, keinen blassen Schimmer davon, wie sehr der Affe in meinem Leben herumhüpfen und Unordnung stiften würde.

Alles begann mit der Yoga-Ausbildung von meinem Studio Way Yoga, die ich Ende März als Dozentin auf Mallorca begleiten durfte. Die Insel ist mir in die Glieder gefahren wie schon lange vorher nichts mehr und das, obwohl ich nicht zum ersten Mal hergekommen war. Danach ist viel passiert. Im Rückblick frage ich mich oft, wie das alles so schnell gehen  konnte, doch ich habe auch gelernt, dass es eben Dinge gibt, die sich rational nicht erklären lassen.

  1. Learning: Ich muss nicht alles erklären können. Manches geschieht und so ist es eben. (Auch wenn sich das sehr viel einfacher anhört als es ist.)

  2. Learning: Mut in die eigene Intuition und MACHEN zahlt sich aus. (Auch, wenn der Erfolg nicht immer sofort eintritt.)

Das 2. Quartal 2016: Raus aufs offene Meer

Im Mai gab es private Veränderungen, die mich dem Entschluss näher gebracht haben, meinen Traum zu verwirklichen und ins Ausland zu gehen. Ob Mallorca unter Deutschen nun als Ausland gilt, darf diskutiert werden. Für mich ist es Ausland, nämlich ein Stück Spanien, in dem die eigene Sprache Mallorquin gesprochen wird.

Ich habe angefangen, mein rudimentär vorhandenes Schulspanisch aufzufrischen und es macht mir ungeheuer viel Spaß.

3. Learning: Etwas Neues zu beginnen und wieder zu lernen erfordert erst einmal Mut – und macht dann unglaublich stolz und glücklich. Gut fürs Selbstbewusstsein ist es auch.

Das 3. Quartal 2016: Back to the roots

Meine erste Euphorie über all das Neue in meinem Leben bekommt im 3. Quartal einen Knacks. Die Erkenntnis sackt, dass ich mich auf totales Neuland begeben habe und mein Leben sehr anders geworden ist. Es kostet mich mehr Kraft und Energie, meinen Rhythmus zu finden, als ich geahnt hätte.

Es ist die Zeit, in der ich mich außerhalb meiner Mitte wieder finde und trotz all der Dinge, die ich vom Coaching und Yoga weiß, wenig gegen meine alten Muster und Gedanken tun kann. Ich erlebe mich als ängstlich, unsicher, unproduktiv und gleichzeitig ungeduldig. Alte Themen tauchen wieder auf, von denen ich dachte, sie längst erfolgreich verarbeitet zu haben. Ich muss einsehen, dass das noch nicht einmal annähernd der Fall ist. Die alten GlaubenssätzeMuster und Werte haben mich fest im Griff. Fragen tauchen auf wie: bin ich auf dem richtigen Weg? Habe ich richtige Entscheidungen getroffen? Kann ich mit all meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten überhaupt eine gute Yogalehrerin sein?

3. Learning:

Theorien bewähren sich meist in der Theorie, selten in der Praxis. Die Praxis hingegen bewährt sich selten in der Theorie und nicht mal immer in der Praxis. ( Erhard Blanck, deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

Der Sommer und Spätsommer wird die Zeit der Selbstreflexion, des Infragestellens und des Grübelns. Gleichzeitig erlebe ich eine wundervolle Unterstützung von Freunden und Bekannten, die ich nicht erwartet hätte und die mir soviel geholfen und gegeben  hat.

4. Learning: Ich bin nicht allein. (Auch, wenn es sich manchmal so anfühlt.)

Ich praktiziere viel Yoga und Meditation und übe mich in Akzeptanz und Urvertrauen. Oft wünsche ich mir, dass ich meinen Kopf abstellen könnte und weiß doch, dass ich sehr dankbar sein darf, ihn und meinen zum Teil wirren Geist zu haben.

5. Learning: Akzeptieren, Loslassen und Urvertrauen zu entwickeln dauert lange. Yoga, Meditation und eine ruhige Umgebung helfen mir dabei, Geduld und und Mitgefühl, besonders für mich selbst, zu entwickeln.

6. Learning: Egoismus ist nichts Schlechtes, auch wenn ich das lange so empfunden  habe. Er ist wichtig für die eigene Zufriedenheit. Wenn ich mit mir selbst nicht zufrieden bin, kann ich es auch mit anderen nicht sein.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie wahnsinnig streng ich mit mir selbst umgehe. Die Sprache, die ich mir selbst angedeihen lasse, ist sehr oft alles andere als mitfühlend. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

7. Learning: Wie ich mit mir selber spreche, hat einen großen Einfluss auf mein Befinden. Wie ich mit mir spreche, so fühle ich mich.

Das 4. Quartal 2016: Winter auf Mallorca: zur Ruhe kommen.

Im Oktober feiere ich meinen Geburtstag auf Mallorca in der „Fischbude“ in S’Arenal in Portoclom mit Blick aufs Meer und den Füssen im Sand. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: im November kann ich über liebe Freunde ein paar Straßen weiter eine kleine, sehr liebevoll eingerichtete Wohnung beziehen. Bisher war ich noch nicht ganz angekommen auf der Insel, es waren unruhige Zeiten und hat gedauert, etwas Schönes und Bezahlbares zu finden. Langsam kehrt Ruhe ein.

Wieder trägt Yoga zu neuer Inspiration bei: Eine weitere Ausbildung auf Mallorca findet statt, die mir sehr viel positive Energie schenkt. Das liegt unter anderen an Hilde, unserer mit 74 Jahren ältesten Teilnehmerin, die neben ihrer unglaublichen Beweglichkeit seit dem eine wundervolle Inspirationsquelle und echtes Vorbild für uns alle ist.

8. Learning: Es ist nie zu spät, Neues zu beginnen und Dinge zu verändern.

9. Learning: Nach Regen kommt wieder Sonnenschein. Immer.

Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Start in das neue Jahr!

 

10. Learning:

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. (Demokrit) 

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Yoga auf Mallorca: 4 Tage Yoga FÜR DICH am Meer!

By 19. Dezember 2016 Popular Posts, Retreats & Weekends, Wohlfühlen, Yoga

Zum Yoga nach Mallorca! Sonne, Meer, Abschalten, Auftanken!

Wann hast Du zuletzt etwas nur für DICH getan?

Ich habe mir die Frage neulich selbst gestellt und festgestellt, dass es viel zu lange her ist. Also habe ich mich spontan entschlossen, Mitte Januar einen YinYoga Workshop in Frankfurt zu besuchen. Außerdem haben Ariane Bähr aus Mallorca und ich einen YogaWorkshop konzipiert, bei dem Du etwas nur für Dich tun kannst.

MeineZeit. Ist JETZT! Zum Yoga nach Mallorca

Der Frühling ist traditionell die Zeit des Wechsels: die Natur beginnt sich zu regen, die Tiere kehren aus dem Winterschlaf zurück und wir Menschen haben zuweilen erst einmal an der berühmten Frühjahrsmüdigkeit zu knabbern.

Auftanken, Altes loslassen, fit werden

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2. Advent auf Mallorca, 17 Grad Plus und Wein-Tasting bei Frank Maruccia

By 5. Dezember 2016 Europa, Food, Mallorca, Popular Posts, Unterwegs
2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Mein erster 2. Advent auf Mallorca erscheint mir surreal bei 17,5 Grad, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Ich bin auf dem Weg nach LLucmayor zur Bodega von Frank Maruccia. Der gebürtige Stuttgarter mit italienischen Wurzeln betreibt hier seit dem Jahr 2009 sein eigenes Weingut mit Blick auf das Kloster Sa Ronda.

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Sa Ronda mit Regenbogen
Fotos: @Bodega Maruccia

Ausflug zum Tag der offenen Bodega

Zum 2. Advent hat er zum ersten Mal zum „Tag der offenen Bodega“ eingeladen. Eigentlich sieht sein Konzept nämlich nur den Besuch von Clubmitgliedern vor. Wein produzieren für 953 Clubmitglieder, das war damals die Idee des ehemaligen Marktforschers, der irgendwann seine Firma verkaufte und seit dem Geld verdient mit Dingen, die ihm Spaß machen.

Selbst guten Wein auf der eigenen Bodega zu produzieren ist eins davon, auch wenn es, wie er selbst sagt, nichts ist, mit dem er reich werden könnte. Er ist einer, der es genau wissen will und nicht eher Ruhe gibt, bis das Ergebnis für ihn sitzt. Kaum etwas, das er nicht selbst machen würde für seinen Wein auf dem Weg von der Traube zum guten Tropfen im Glas.

Dass er weiß, wie er es haben will wird spätestens auf der Führung durch seine Produktionsstätte direkt neben der schicken Show-Küche mit Probierstube klar.

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Frank Maruccia in seinem Element: in der Bodega-Küche und auf Bildern bei der Arbeit, die für ihn keine ist
Foto: @Bodega Maruccia

„Als Winzer muss man nicht verrückt sein – aber es hilft.“

Sagt Frank Maruccia und erzählt uns auf der Führung durch seinen liebevoll hergerichteten Weinkeller von sich und seinen Zielen. In erster Linie will er Weine produzieren, die kompromisslos seine eigenen Ansprüche erfüllen. „Das ist schwierig, wenn ich nicht jeden einzelnen Prozessschritt selbst begleite. Manchmal denke ich schon, dass ich wohl ziemlich bescheuert sein muss. Wein betreuen ist zuweilen so, wie sich um ein Baby zu kümmern.“ Und doch macht ihm gerade das die meiste Freude: von der Arbeit im Weinberg bis zur Abfüllung in die Flasche alles selbst zu machen. Und wenn am Ende nach all dem Probieren und Warten der Wein Flaschen auf den Tischen seiner Bodega und ausgewählten Restaurants steht, ist sicherlich auch ein bisschen Stolz dabei. Weine machen zu lassen, das wäre nichts für ihn, den Naturmenschen. Er will mitwirken, gestalten und vor allem beste Qualität produzieren, eine, die ihm selber schmeckt und zufrieden macht.

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

1. Etage der Maruccia’schen Produktionsstätte

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Unten im Weinkeller: Wenn man den Proben aus den Fässern zieht, kann man dem Wein beim Gutwerden zuhören

2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken 2. Advent auf Mallorca - Bodega Maruccia - Lieblingsflecken

Den einzigen Weisswein, einen Chardonnay, sowie den Rosé baut er in Betoneiern aus. Rotwein gehört für Frank Maruccia in große Fässer aus französischer Eiche. Er möchte, dass das Holz zugunsten der Frucht im Hintergrund bleibt.

Weine nur mit Regenwasser – auf Mallorca

Der Winzer, der schon als Kind beim Onkel in Apulien und in Württemberg im Weinberg mithalf und später als Hobby Weinanbau studierte, verzichtet gänzlich auf künstliche Bewässerung.

Das ist durchaus erstaunlich auf einer so trockenen Insel wie Mallorca. Die Rebstöcke zehren einzig von dem, was der Regengott über Mallorca abwirft. Das kann auch mal dürftig ausfallen, doch Frank Maruccia hat festgestellt, dass gerade dadurch ausdrucksstarke Weine entstehen, die außerdem mit verhältnismäßig geringem Alkoholanteil auskommen. Der „Einstiegsrotwein“, zu 100 Prozent aus der autochthonen mallorquinischen Traube „Callet“ hergestellt, bringt es gerade einmal auf 11 Prozent Alkoholanteil. Ein perfekter Wein selbst für einen warmen Sommer, denn auch gekühlt schmeckt er hervorragend.

Noch ein Geheimtipp: Bodega Maruccia

Auf der Insel gelten die Weine von Frank Maruccia als Geheimtipp. Bis vor gar nicht langer Zeit waren sie einzig den Clubmitgliedern vorbehalten, zum Glück für mich und andere dürfen inzwischen auch Nicht-Mitglieder zu den regelmäßig stattfindenden Events vorbeikommen. Im nächsten Jahr kommt kein Geringerer als Juan Amador vorbei und auch andere (Sterne-) Köche zaubern in der Bodega-Küche Leckereien passend zu den Maruccia-Weinen.

LINKS, INFOS, FAZIT

Mehr über den Winzer, seine Weine, ihre Herstellung und die Bodega gibt’s hier: Bodega Maruccia. Facebook informiert über Events und News aus dem Weinberg.

50% verrückt, 100 Mallorca, 100% Self-Made

Mein Fazit: die Bodega ist absolut einen Besuch wert und ich freue mich auf das nächste Mal. Mein erster 2. Advent auf Mallorca hätte kaum schöner ausfallen können: wunderbare Menschen, köstliches Essen, ein erstaunlicher Winzer und umwerfende Weine.

Schade, dass es (noch?) keine Übernachtungsmöglichkeit gibt. Ich wäre sonst vermutlich geblieben. 😉

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Das Wunder vom Ayurveda Parkschlösschen

By 4. Dezember 2016 Deutschland, Popular Posts, Unterwegs, Wohlfühlen

Wie geht das, etwas Unerklärliches in Worte zu fassen? Selten ist mir das Schreiben so schwer gefallen wie nach meinem Besuch im wundervollen Ayurveda Parkschlösschen. Es hat etwas mit mir gemacht, was ich schwer erklären kann. Ein Versuch.

Alles begann mit einer Email im April. Ob ich nicht für ein paar Tage in das Ayurveda Parkschlösschen kommen und darüber schreiben wollte? Wie bitte?! Das Parkschlösschen ist für mich so etwas wie der Inbegriff von Ayurveda in Deutschland. Wenn Ayurveda in Deutschland, dann dort!

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mir meine „kleinen“ Lieblingsflecken diesen Traum einmal erfüllen würden. So ist es aber gekommen und allein das ist unglaublich.

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

Darum heisst es Parkschlösschen: Park um das Schlösschen herum

Wunder im Ayurveda Parkschlösschen

Eigentlich sollte ich schon im Sommer kommen, zu der Zeit, wenn im Parkschlösschen normalerweise einmal nicht alle Zimmer belegt sind. In diesem Sommer kam aber alles anders und mein Besuch verschob sich auf den November. Damals dachte ich: schade, aber es wird für etwas gut sein. Heute weiß ich, dass meine Tage im Parkschlösschen zu keinem besseren Zeitpunkt hätten stattfinden können. Ich habe sie gebraucht, diese reinigende Auszeit, auch wenn mir das vorher kaum bewusst war.

Traben-Trarbach ist das, was man idyllisch und typisch deutsch nennt: ein herrlich verwunschener Weinort direkt an der Mosel mit trutzigen Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflasterstrassen. Ruhig ist es im November, bloss wenige Ausflügler verirren sich im Moment hierher.

Der Rest der Welt kann draußen bleiben

Nur ein gußeiserners Tor und eine dicke, von Bäumen und Pflanzen umrankte Steinmauer trennen das Ayurveda Parkschlösschen von der Außenwelt, doch gefühlt liegt es in einem anderen Universum.Ein bisschen erinnert es mich an ein verwunschenes Märchenschloss samt Zaubergarten. Es ist später Nachmittag und der Tag neigt sich dem Ende zu. Aus der Ferne höre ich ein „huhu, huhu“.  Ist das etwa eine Eule?

Vor dem Haupthaus, einer Jugendstilvilla aus dem beginnenden 20. Jahrhundert, plätschert ein Flüsschen vor sich hin und von drinnen fällt warmes Licht durch die Scheiben. Der Ort strahlt etwas Beruhigendes aus, so als würde er Schutz bieten vor etwas, egal was das ist. Es ist ein Gefühl von  Geborgenheit, das sich ausbreitet, noch bevor man den ersten Schritt hinein gemacht hat. Merkwürdig, denke ich, und schaue fragend in die meterhohen Wipfel der Bäume, die mit Sicherheit mehr als Hundert Jahre auf dem Buckel haben. Frieden.

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

Buddha und ich

Vom Badehaus zum Ayurveda-Mekka in Deutschland

Mein Zimmer mit der Nummer 411 liegt im 4. Stock des Haupthauses. Von meinem Eckbalkon blicke ich auf den gegenüberliegenden Hang und den später hinzu gekommenen Trakt, der das Thermalbad, die Physiotherapie-, Yoga- und die Anwendungsräume beherbergt.

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Ich sitze beim Abendessen mit Martina Trautner, die seit mehr als 20 Jahren Teil des Parkschlösschens ist und sich sich keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen kann.

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

So geht Dinner im Parkschlösschen

Sie erzählt mir von der Geschichte des Hauses, die zu Beginn des 2o. Jahrhunderts begann, als Traben-Trarbach Kur- und Heilort wurde. Die heutige Inhaberfamilie Preuß hat den Ort Anfang der 90er Jahre entdeckt, ihn aus dem Dornröschenschlaf erweckt und zu dem gemacht hat, was er heute ist. Sie erzählt von den Anfängen des Ayurveda in Deutschland und dem Traum, die Jahrtausende alte Heilmedizin aus Indien in der Heimat zugänglich und salonfähig zu machen.

Martina Trautner sagt, dass das Parkschlösschen etwas mit den Gästen machen würde. Sie könnte das auch nicht so genau erklären, aber es wäre so. Ich schaue sie ein wenig zweifelnd an. Erst später begreife ich, wie Recht sie damit hat.

Das Geheimnis des Ayurveda Parkschlösschens

Ich habe mich gefragt, was es denn nun eigentlich ist, das das Schlösschen so besonders macht. Ist es das einzigartige, von Harmonie und liebevollem Umsorgen geprägte Ambiente? Sind es die kleinen Aufmerksamkeiten wie die frischen Blumen, die auch im November noch auf den Tischchen auf der Terrasse stehen?

Ayurveda Parkschlösschen Traben-Trarbach - Lieblingsflecken

Blumen im November

Sind es die Menschen, die ihren Job ganz offenbar lieben und jedem einzelnen das Gefühl geben, hier zu Hause zu sein? Liegt es an der wohltuenden Küche, die bis auf Ghee und Honig mit rein veganen und überwiegend regionalen Produkten auskommt? Macht es tatsächlich einen Unterschied, in einem Ort frei von elektromagnetischen Störungen zu sein, wie es hier der Fall ist? Liegt es daran, man sich für eine Weile komplett der Außenwelt entziehen kann? W-LAn gibt es nämlich nur auf Anfrage.

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Rezitation der Veden als Beruhigung für das Nervensystem

Was hat es mit dem hauseigenen Radiokanälen auf sich, auf denen man Mönchen dabei zu hören kann, wie sie die indischen Veden rezitieren? Je nach Tageszeit variieren sie. Die Verse auf Kanal 1 sollen zum Beispiel die Schwingung im Raum reinigen und tatsächlich ist es im Parkschlösschen Gang und Gäbe, sie für eine Nacht laufen zu lassen, bevor ein Zimmer neu bezogen wird. Vor der Bettruhe wird empfohlen, den Kanal 3 einzuschalten: ab 18 Uhr werden Veden rezitiert, die beruhigend auf das Nervensystem wirken und einen guten Schlaf fördern sollen. Und das tun sie.

Ayurveda & Co.

All das gepaart mit der Heilmedizin des Ayurveda machen vermutlich den magischen Cocktail des Parkschlösschens aus. Und natürlich bringt jeder „seins“ mit und mischt sich mit den guten Energien des Hauses.

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Das einzig Dumme an der Sache ist, dass er süchtig macht, dieser Wunder-Cocktail. In 4 Tagen Parkschlösschen kann mehr passieren als in drei Wochen Selbstfindungstrip. So jedenfalls ist es mir ergangen und ich frage mich, wann ich wiederkommen kann. Bald, soviel steht fest.

Eule mit Familienanschluss

Martina Trautner bringt mich zum Auto. „Eins muss ich noch wissen“, sage ich zu ihr. „Ist das wirklich eine Eule, die ich im Park gehört habe?“ „Aber ja“, antwortet sie lachend.“Meine Kollegin und ich haben sie Olivia getauft.“ Eule mit Familienanschluss. Normalität im Ayurveda Parkschlösschen.

 

LINKS:

Ayurveda im Parkschlösschen 

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5 gute Gründe für Ayurveda in Deutschland

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Bringt Ayurveda in Deutschland eigentlich etwas? Gibt es „echtes“ Panchakarma auch in Deutschland? Bringt das was? Und ist es nicht besser, eine Ayurveda Kur dort zu erleben, wo sie herkommt, nämlich in Indien oder auf Sri Lanka?

Ich habe den Test gemacht und durfte Ayurveda in Deutschland im wundervollen Ayurveda Parkschlösschen schnuppern.

Gibt es authentisches Ayurveda in Deutschland? Und wenn ja, wo?

Lange habe ich geglaubt, dass eine Panchakarma Kur am besten in Indien oder auf Sri Lanka stattfinden sollte. An beiden Orten habe ich sie gemacht und jedesmal bin ich absolut zufrieden zurück gekehrt. Allerdings hatte ich zu beiden Gelegenheiten etwas sehr wertvolles im Gepäck, nämlich Zeit!

1. Der Zeitfaktor

In Indien kam ich erst an, nachdem ich mich bereits 5 Tage in Singapur klimatisiert hatte. Nach der Kur hatte ich immer noch Zeit und habe die Reise im wunderschönen Luang Prabang in Laos ausklingen lassen.

Vor der Ayurveda-Kur auf Sri Lanka im letzten Jahr bin ich zuvor für eine Woche über die wunderschöne Insel gereist. Im Anschluss fehlte die Zeit und ja, diesmal hätte ich sie gebraucht, denn kurz vor der Abreise bekam ich einen fiesen Hautausschlag im Gesicht, den ich lieber vor Ort zusammen mit meiner Ayurveda-Ärztin auskuriert hätte. Zum ersten Mal dachte ich: ja, es wäre gut gewesen, jetzt noch einen Zeitpuffer zu haben – oder aber keinen Langstreckenflug mehr vor mir zu haben.

2. Nachhaltig entgiften

Meine Ayurveda Expertin Monika Leonhard aus Niederhöchstadt bei Frankfurt kennt sich seit Jahrzehnten bestens aus mit der „Wissenschaft vom Leben“. Lange Jahre ist sie nach Indien gereist und hat dort im größten Ayurveda-Zentrum Indiens, dem Atmasantulana- Village bei ihrem Lehrer Dr. Shri Balaji També gekurt und gelernt.

Inzwischen bleibt sie in Deutschland. Warum?

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Ayurveda – nur ein neuer Trend?

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Früchteparadies Sri Lanka

Klar, mit Ayurveda kann man auch abnehmen. Doch die 5.000 Jahre alte Wissenschaft aus Indien ist so viel mehr als nur ein neuer Diät-Trend.

Die Mutter der Medizin

Das Wissen über die ayurvedische Medizin soll der Legende nach von himmlischen Heilern an meditierende Asketen aus dem Himalaya weitergegeben worden sein. Das Alter der ersten schriftliche Aufzeichnungen wird auf 5.000 – 3.000 Jahre v. Chr. geschätzt. Ayurveda ist wohl die älteste Gesundheitslehre der Welt.

Ayur-veda: Die Weisheit vom langen und gesunden Leben

Ayus = Leben 

Veda = Weisheit 

„Die Mutter der Medizin“ hat das Ziel, Gleichgewicht in Körper und Geist sicher zu stellen. Die Weisen von damals haben scharf beobachtet und herausgefunden, dass der Mensch nur dann gesund bleibt, wenn er sich in Balance befindet. Wir nennen das heute, in der inneren Mitte sein. Die passende Diät im Sinne von Ernährungsweise ist dabei nur ein Teil.

Diät vom Leben

Die meisten Menschen leben heute leider ein Leben auf der Überholspur und scheren sich erst um ihre Gesundheit, wenn sie erste Anzeichen von Krankheit bemerken.

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Die Doshas und ihre Elemente

Die Elemente und die Doshas

Im Ayurveda gibt es drei Doshas oder Konstitutionstypen.

  • Vata 
  • Pitta 
  • Kapha

Die drei Doshas sind den Naturelementen Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde zugeordnet.

Vata – Raum & Luft

Menschen mit Vata-Dosha sind entsprechend „bewegt“  und luftig in Geist und Körper. Sie sind häufig sehr kreativ und haben tausend Ideen, mit der Umsetzung hapert es allerdings oft. Ihr Körperbau ist oft zierlich und dünn, ihr Appetit unregelmäßig, ebenso die Verdauung. Vatas können das Essen komplett vergessen und erinnern sich erst daran, wenn sie sich schlapp fühlen vor Hunger.

Vata-Typen sind schnell von Dingen begeistert und gehen mit voller Kraft ans Werk, verlieren jedoch unterwegs die nötige Energie. Sie sollten ganz besonders auf einen geregelten Tagesablauf und regelmäßige Mahlzeiten achten. (Was ihnen schwer fällt, ich weiß, wovon ich rede. 😉 )

Vata-Störungen äußern sich durch innere Unruhe, Nervosität, Sorgen, Angespanntheit und Rastlosigkeit. Im Körper zeigt sich eine Vata-Störung zum Beispiel durch knackende Gelenke, sehr trockene oder schuppige Haut, Gewichtsverlust oder Kältegefühl.

Pitta – Feuer & ein bisschen Wasser

Pitta-Typen haben eine Menge Feuer in sich, sind willensstark und gehen strukturiert zu Werk. Ihr Verdauungsfeuer, auf Sanskrit „Agni„, lodert förmlich ununterbrochen. Sie sind die klassischen Allesverwerter und werden ungemütlich, wenn sie Hunger haben. Eine Diät in puncto Essen müssen diese meistens sehr sportlich aktiven Zeitgenossen so gut wie nie halten. Ihnen würde Entschleunigung gut tun.

Ihr Körperbau ist häufig athletisch und ihre Willenskraft ausgeprägt. Pittas haben selten das Bedürfnis, Pausen einzulegen weil ihr Energielevel hoch ist.

Pitta-Störungen äußern sich in aggressivem, aufbrausendem, ungeduldigem Verhalten und Hitze im Körper. Pitta-Störungen können zu Hautausschlag, Schuppenflechte und Entzündungen führen. Sie sind anfällig für Burn-Out, da sie sich über ihre Grenzen hinaus fordern.

Kapha – Erde und Wasser

Ein Kapha Mensch genießt gern, liebt das Essen und wäre als Tier vermutlich Balu der Bär aus dem Dschungelbuch.

Kapha-Menschen wirken meistens anziehend auf andere, denn sie strahlen Ruhe und Geborgenheit aus und besitzen eine sinnliche Ausstrahlung. Ihr Haar ist meistens voll und/oder gewellt und ihr Körperbau kann, muss aber nicht kompakt sein.

Kapha-Typen verfügen über ein eher schwaches Verdauungsfeuer. Weil sie trotzdem gern essen, kann Übergewicht die Folge sein. Das stört einen Kapha jedoch nicht: er geniesst lieber als Diät zu halten und nimmt ein paar Pfunde zuviel in Kauf.

Kapha-Menschen besitzen die nötige Ruhe und Ausdauer, um auch Routineaufgaben mit Freude zu erledigen.

Kapha-Störungen zeigen sich in Antriebslosigkeit bis hin zur Lethargie, Überessen und zuviel Schlaf. Körperlich kommt es bei Kapha-Störungen zu Schleimbildung, die sich z.B. in einer Erkältung oder Nebenhöhlenentzündung äußern kann. Schleimbildende Nahrung wie Milchprodukte oder auch Bananen sollten beispielsweise reduziert werden.

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Vaza-Dosha: Wind und Raum

Prakriti – die Urkonstitution

Laut dem Ayurveda kommt jeder Mensch mit einer Ur-Konstitution auf die Welt. Auf Sanskrit heißt sie Prakriti und bleibt ein Leben lang.

Wenn die Doshas ins Ungleichgewicht geraten

Weil alles in der Natur sich ständig verändert, verändern sich auch die Gewichtungen der Doshas je nach  Lebensphase und Lebensstil. Das ist ok.

Schwierig wird es, wenn es zu Störungen kommt und der Mensch das innere Gleichgewicht dauerhaft verliert. Die Störung heisst auf Sanskrit „Vikuti„. Übersetzt bedeutet es, das, was man ausgleichen möchte. Vikuti verursacht nach der Wissenschaft des Ayurveda alle Krankheiten.

Vikuti – die Störung

In unserer heutigen Zeit geraten bei den meisten Menschen das Vata- und Pitta-Dosha ins Ungleichgewicht. Beide sind in der Regel mehr oder weniger stark erhöht. Unser von dem Streben nach immer „höher, schneller, weiter“ geprägten Zeitgeist trägt daran seinen Anteil.

Die Folgen sind empfundener Zeitmangel und daraus resultierender Stress, einhergehend mit schlechter Ernährung, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, dem Gefühl der Überforderung und im schlimmsten Fall sogar Burn-Out und depressiven Tendenzen.

Welcher Konstitutionstyp bin ich? 

Meistens finden sich Mischtypen aus zwei Doshas, seltener ist der Tridosha-Typ, bei dem alle drei Doshas gleichermaßen ausgeprägt sind.

Zur ersten Orientierung gibt es einige Online-Tests, die eine eingehende Untersuchung bei einem  ausgebildeten Ayurveda-Arzt jedoch nicht ersetzen können. Insbesondere die Zungen- und Pulsdiagnose spielen eine ausschlaggebende Rolle.

Panchakarma – die Reinigungskur im Ayurveda

Die meisten Menschen suchen einen Arzt erst dann auf, wenn sie bereits krank sind. Die ayurvedische Reinigungskurmehr dazu in meinem Artikel über Panchakarma  – nutzt Ölmassagen, Einläufe, Spülungen, Bewegung wie Yoga, Meditation und vor allem die richtige Ernährung, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und Krankheiten zu heilen und vorzubeugen. Je nach Störung werden die Anwendungen individuell angepasst.

Ayurveda Sri Lanka Surya Lanka

Wenn schon Pillen, dann wenigstens natürlich. Kräuterschrank im Surya Lanka auf Sri Lanka

Eigenverantwortung statt Pillen schlucken

Ayurveda pocht von jeher auf die Verantwortung für das eigene Leben: Jeder ist seiner eigenen Gesundheit Schmied und hat die Aufgabe, pfleglich umzugehen mit diesem Körper, den wir für die Zeit auf dieser Erde geschenkt bekommen haben.

Ayurveda ist keine Pille, die man mal eben einwirft sondern Prävention, für die es Eigeninitiative braucht. Klingt schwierig? Ist es nicht.

Verbote? Nicht im Ayurveda!

Ein Glas Wein im Kreis von Freunden? Appetit auf Fleisch? Der Kuchen am Nachmittag? Alles gut, so lange das, was für die eigene Konstitution empfohlen wird, an allen anderen Tagen im Jahr mehr oder weniger eingehalten wird. Im Ayurveda gibt es keine Verbote und Hunger schon gar nicht.

Im Vordergrund steht – im Gegensatz zu einer Diät – immer die Lebensfreude und keine dogmatischen Regeln, die nach kurzer Zeit niemand mehr einhalten mag.

In der Küche im Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach stand dieser Spruch von Hippokrates an der Wand:

Let good food be your medicine.

 

Ist Ayurveda nun eine Diät?

Ayurveda ist aus meiner Sicht zwar eine Ernährungsform, jedoch ganz sicher keine mit Entbehrungen verbundene Diät. Im Gegenteil macht es Spaß zu spüren, was die individuell richtige Nahrung mit einem macht. Das Tolle: Ayurveda kommt ganz ohne dogmatische Regeln aus und keiner muss Hungern. Wir sind, was wir essen.

Wer eine Ayurveda Kur machen möchte, hinterlässt mir einfach unten seine Fragen. Gerne erzähle ich Euch von meinen Erfahrungen aus Indien, Sri Lanka und Deutschland.

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Iss, was Dir gut tut!

 

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